Was daraus wurde
Die Enquete-Kommission „Lehren aus Afghanistan“ hat 72 Empfehlungen beschlossen. Hier prüfen wir für jede einzelne, was seit dem Bericht daraus geworden ist.
Stand: 7. November 2026 · 69 von 72 Einträgen sind geprüft und freigegeben, die übrigen sind noch in Prüfung.
Der Stand auf einen Blick
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Alle 72 Empfehlungen
72 Empfehlungen
- Empfehlung 1 Eine klare Strategie mit Zielen und Wirkungen für jeden Auslandseinsatz Keine öffentliche Information
- Empfehlung 2 Weltweite Sicherheitslage dauerhaft beobachten, mit Blick auf Konflikte und die Lage vor Ort Teilweise umgesetzt
- Empfehlung 3 Handlungsfähig bleiben, auch wenn der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen blockiert ist Umgesetzt
- Empfehlung 4 Kurzfristige Bündnisse einzelner Staaten („Koalitionen der Willigen“) mit Chancen und Risiken ernst nehmen Teilweise umgesetzt
- Empfehlung 5 Zusammenarbeit mit Verbündeten und Partnern regelmäßig überprüfen Teilweise umgesetzt
- Empfehlung 6 Reformen für eine stärkere Rolle der Vereinten Nationen unterstützen Teilweise umgesetzt
- Empfehlung 7 Deutschland bleibt einer der größten Beitragszahler der Vereinten Nationen Umgesetzt
- Empfehlung 8 Zwei Stellen der Vereinten Nationen zur Krisenvorbeugung verlässlich unterstützen Teilweise umgesetzt
- Empfehlung 9 Menschenrechte auch bei der Terrorbekämpfung einfordern Teilweise umgesetzt
- Empfehlung 10 Klare, machbare Aufträge für Friedensmissionen der Vereinten Nationen und deutsche Beiträge dazu In Prüfung
- Empfehlung 11 Zusammenarbeit der Vereinten Nationen mit regionalen Organisationen wie der Afrikanischen Union fördern In Prüfung
- Empfehlung 12 Die EU in Krisen handlungsfähiger machen, enger mit EU-Partnern abstimmen Teilweise umgesetzt
- Empfehlung 13 EU-Missionen ehrlich auf ihre Wirkung überprüfen Keine öffentliche Information
- Empfehlung 14 Nationale Ziele für zivile EU-Krisenfähigkeiten festlegen Keine öffentliche Information
- Empfehlung 15 Gemeinsame EU-Übungen für den Einsatz von Fähigkeiten Teilweise umgesetzt
- Empfehlung 16 Erfüllbare Aufträge im Zusammenspiel von Vereinten Nationen, NATO und EU Teilweise umgesetzt
- Empfehlung 17 Eine gemeinsame Strategie aller Ministerien für internationale Einsätze Keine öffentliche Information
- Empfehlung 18 Gemeinsame EU-Strategie gegen Extremismus und Terrorismus Keine öffentliche Information
- Empfehlung 19 Geldflüsse von Terror und Kriminalität international kontrollieren Keine öffentliche Information
- Empfehlung 20 Engere Zusammenarbeit der Ministerien auf oberster Ebene Teilweise umgesetzt
- Empfehlung 21 Eine feste Runde, die die Arbeit aller Ministerien in Krisen abstimmt Teilweise umgesetzt
- Empfehlung 22 Ein gemeinsames Lagezentrum für ein umfassendes Bild der Lage Teilweise umgesetzt
- Empfehlung 23 Die Regierung berichtet dem Parlament regelmäßig über die sicherheitspolitische Gesamtlage Nicht begonnen
- Empfehlung 24 Der Bundestag nimmt seine Verantwortung für Einsätze stärker wahr Nicht begonnen
- Empfehlung 25 Parlamentarische Kontrolle mit mehr Regionalwissen und Blick aufs Ganze Nicht begonnen
- Empfehlung 26 Bei jeder Verlängerung eines Einsatzes sagen, was erreicht ist und wie der Einsatz enden soll Teilweise umgesetzt
- Empfehlung 27 Zivile und polizeiliche Anteile in Bundestagsdebatten über Einsätze klar benennen Teilweise umgesetzt
- Empfehlung 28 Ein Ausschuss im Bundestag, der Einsätze über alle Ministerien hinweg kontrolliert Nicht begonnen
- Empfehlung 29 Jährlicher Bericht über gemeinsame militärische Fähigkeiten mit Partnern Nicht begonnen
- Empfehlung 30 Überprüfen, was aus den Empfehlungen der Kommission geworden ist Nicht begonnen
- Empfehlung 31 Mehr Forschung, Lehre und Weiterbildung zu Krisen und Frieden Nicht begonnen
- Empfehlung 32 Informationen aller Ministerien mit Hilfe Künstlicher Intelligenz zusammenführen Keine öffentliche Information
- Empfehlung 33 Krisenfrüherkennung in allen Ministerien stärken und Doppelarbeit prüfen Keine öffentliche Information
- Empfehlung 34 Austausch zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis fördern In Prüfung
- Empfehlung 35 Wissen aus dem Einsatzland laufend aufbereiten Keine öffentliche Information
- Empfehlung 36 Wissenschaftsförderung für Austausch mit Partnerländern nutzen Nicht begonnen
- Empfehlung 37 Ehrlich und realistisch über Krisenmanagement kommunizieren Nicht begonnen
- Empfehlung 38 Kommunikation der Ministerien zu Einsätzen aufeinander abstimmen Angekündigt
- Empfehlung 39 Kommunikationsstrategie eng mit Verbündeten abstimmen Nicht begonnen
- Empfehlung 40 Fähigkeiten zur Analyse von Desinformation stärken In Arbeit
- Empfehlung 41 Religion und Kultur im Einsatzland bei der Kommunikation beachten Keine öffentliche Information
- Empfehlung 42 Worte und Handeln vor Ort in Einklang bringen Keine öffentliche Information
- Empfehlung 43 Politische Bildung über Deutschlands Engagement in der Welt verbessern Keine öffentliche Information
- Empfehlung 44 Fortschritt von Einsätzen über alle Ministerien hinweg begleitend bewerten Nicht begonnen
- Empfehlung 45 Unabhängige Evaluationen nach jedem Einsatz und Bericht an den Bundestag Nicht begonnen
- Empfehlung 46 Eine Meldestelle für zivile Einsatzkräfte bei Missständen Nicht begonnen
- Empfehlung 47 Wissen über die Wirkung von Einsätzen systematisch sammeln und nutzen Angekündigt
- Empfehlung 48 Längere Aufbewahrung wichtiger Regierungsdokumente zu Einsätzen ermöglichen Nicht begonnen
- Empfehlung 49 Klare Zuständigkeit für die Abstimmung zwischen Gebern vor Ort Angekündigt
- Empfehlung 50 Ein öffentliches Register aller Geber und Hilfsprojekte Keine öffentliche Information
- Empfehlung 51 Gemeinsam mit anderen Gebern gegen Korruption und Fehlverwendung vorgehen Keine öffentliche Information
- Empfehlung 52 Polizei- und Justizaufbau mit dem Partnerland verbindlich vereinbaren Keine öffentliche Information
- Empfehlung 53 Korruption als gemeinsame Aufgabe aller Ministerien behandeln Keine öffentliche Information
- Empfehlung 54 Beim Wiederaufbau zuerst Grundbedürfnisse sichern Angekündigt
- Empfehlung 55 Wiederaufbau mit Blick auf Wirtschaft und lokale Unternehmen planen Teilweise umgesetzt
- Empfehlung 56 Private Investoren beim Wiederaufbau stärker einbeziehen Teilweise umgesetzt
- Empfehlung 57 Wirtschaftsförderung mit vielen Partnern besser koordinieren Teilweise umgesetzt
- Empfehlung 58 Ein fester gemeinsamer Arbeitsmodus der Bundesregierung für Krisen In Arbeit
- Empfehlung 59 Mindestanforderungen für die Krisen-Instrumente jedes Ministeriums Keine öffentliche Information
- Empfehlung 60 Eine Reserve von zivilen Fachkräften für Einsätze und Führungsaufgaben Keine öffentliche Information
- Empfehlung 61 Krisenmanagement gemeinsam, ganzheitlich und angepasst an die Lage vor Ort Angekündigt
- Empfehlung 62 Bundeswehr-Fähigkeiten passend zur Lage und zum Auftrag bereithalten Teilweise umgesetzt
- Empfehlung 63 Erfahrungen aus Einsätzen gemeinsam als Frühwarnsystem nutzen Keine öffentliche Information
- Empfehlung 64 Erfahrungen aus Einsätzen in die Ausbildung einfließen lassen Nicht begonnen
- Empfehlung 65 Militär schützt zivile Hilfe, mehr Zusammenarbeit von Militär und zivilen Helfern Keine öffentliche Information
- Empfehlung 66 Prüfen, ob Prozesse statt einzelner Projekte finanziert werden können In Arbeit
- Empfehlung 67 Politische Entscheidungen und Umsetzung vor Ort eng verknüpfen Nicht begonnen
- Empfehlung 68 Mehr Zusammenarbeit mit Zivilgesellschaft und kleine Projekte mit Gemeinden Teilweise umgesetzt
- Empfehlung 69 Partner vor Ort sorgfältig und mit Kenntnis des Umfelds auswählen Teilweise umgesetzt
- Empfehlung 70 Mehr Anerkennung und Unterstützung für Einsatzkräfte Teilweise umgesetzt
- Empfehlung 71 Einheitliche Regeln für Ortskräfte und offene Zusagen zur Verantwortung Keine öffentliche Information
- Empfehlung 72 Hilfsprojekte mit klaren Zeitrahmen und Beteiligung der Menschen vor Ort Teilweise umgesetzt
Keine Empfehlung passt zu diesen Filtern.
Wie wir prüfen
Der Maßstab
Für jede Empfehlung haben wir vorab festgelegt, woran man erkennt, dass sie umgesetzt ist. Das nennen wir Messkriterium. Dazu gehören zwei bis vier Prüffragen. Entscheidend ist, ob etwas so umgesetzt wurde, wie die Kommission es empfohlen hat. Dass es eine Stelle oder ein Gremium dem Namen nach gibt, reicht nicht. Wie ein Gremium arbeitet, was es darf und wer darin sitzt, gehört dazu.
Die Quellen
Wir suchen zuerst in amtlichen Dokumenten: Drucksachen des Bundestags, Antworten der Bundesregierung auf Anfragen von Abgeordneten, Gesetze, Beschlüsse, Haushaltspläne und Dokumente internationaler Organisationen. Der Koalitionsvertrag zählt als Beleg dafür, dass etwas angekündigt ist. Presse, Wissenschaft und Fachorganisationen ziehen wir nur ergänzend heran, wenn amtliche Quellen fehlen. Beiträge in sozialen Netzwerken zählen nicht als Beleg.
Zu jedem Beleg steht die entscheidende Stelle wörtlich auf der Seite. Der Link zum Original und, wo es sie gibt, zu einer Archivkopie dient als Nachweis.
Die Ausgangslage
Die Enquete-Kommission hat ihren Bericht am 27. Januar 2025 vorgelegt (Drucksache 20/14500). Was es schon vorher gab, nennen wir Ausgangslage. Wir zeigen es, damit klar ist, wovon die Umsetzung ausgeht. Es zählt aber nicht als Umsetzung. Gewertet werden nur Schritte ab dem 27. Januar 2025.
Eine Ausnahme gilt, wenn die Empfehlung ausdrücklich verlangt, etwas beizubehalten oder weiterzuführen. Dann zählt auch, dass es weiter besteht.
Wer den Status festlegt
Bei der Recherche hilft künstliche Intelligenz: Sie sucht Dokumente, liest sie und macht einen Vorschlag. Den Status legen ausschließlich Menschen fest. Erst nach ihrer Freigabe erscheint er hier, mit dem Datum der Freigabe. Solange ein Eintrag noch geprüft wird, steht dort nur „In Prüfung“.
Die Stufen
Jede Stufe hat ein eigenes Symbol und ein Wort. Farben oder Noten verwenden wir nicht.
- Umgesetzt
- Was die Empfehlung verlangt, ist erfüllt.
- Auf anderem Weg umgesetzt
- Das Ziel wird verfolgt, aber auf einem anderen Weg als empfohlen.
- Teilweise umgesetzt
- Ein Teil dessen, was die Empfehlung verlangt, ist erfüllt, ein anderer nicht.
- In Arbeit
- Es laufen konkrete Schritte, zum Beispiel ein Gesetzentwurf, eine Arbeitsgruppe oder Geld im Haushalt.
- Angekündigt
- Die Regierung hat es angekündigt, etwa im Koalitionsvertrag, aber noch keinen konkreten Schritt gemacht.
- Nicht begonnen
- Es gibt öffentliche Informationen, aber darin ist seit dem Bericht kein Schritt zu erkennen.
- Nicht mehr verfolgt
- Die zuständige Stelle hat ausdrücklich erklärt, die Empfehlung nicht umzusetzen.
- Keine öffentliche Information
- Es gibt keine öffentlich überprüfbaren Informationen, oder es gab seit dem Bericht keinen Anlass, an dem sich die Empfehlung prüfen ließe.
- In Prüfung
- Der Stand wird gerade geprüft. Ein Ergebnis erscheint hier erst, wenn es freigegeben ist.
Fehlt seit dem Bericht ein Anlass, an dem sich eine Empfehlung prüfen ließe, etwa weil es keinen neuen Einsatz gab, lautet der Status „Keine öffentliche Information“ und nicht „Nicht begonnen“.
Wie oft wir prüfen
Jede Woche suchen wir automatisch nach neuen Dokumenten des Bundestags zu den Empfehlungen und sehen die Funde von Hand durch. Angekündigte und laufende Vorhaben prüfen wir jedes Vierteljahr neu, alle Einträge mindestens einmal im Jahr, jeweils zum 27. Januar. Wurde ein Eintrag länger als zwölf Monate nicht geprüft, steht dort ein Hinweis, dass der Stand veraltet sein kann. Geplant ist außerdem, die zuständigen Ministerien einmal im Jahr um eine Stellungnahme zu bitten.
Neutral bleiben
Der Monitor beschreibt, was sich belegen lässt. Er bewertet nicht, ob eine Empfehlung richtig ist, und weist niemandem Schuld zu. Rückgänge, etwa bei Geld oder Personal, zeigen wir auch dann, wenn ein Kriterium formal erfüllt ist. Hast du einen Beleg, der hier fehlt? Dann schreib uns über die Angaben im Impressum.