Empfehlung 70 von 72 · Enquete-Kommission
Mehr Anerkennung und Unterstützung für Einsatzkräfte
Menschen, die im Auftrag Deutschlands in Krisengebiete gehen, tragen Risiken. Regierung und Bundestag sollen ihnen mehr Anerkennung zeigen und sie besser unterstützen, auch wenn sie seelisch und körperlich verletzt zurückkommen.
- Befund · Bericht · was die Berichte festgestellt haben
Warum die Kommission das empfiehlt
Die Begründung verweist auf besondere Belastungen und Risiken für Leib und Leben der entsandten Einsatzkräfte, für deren Anerkennung, Betreuung und Versorgung die Politik eine besondere Mitverantwortung trage. Wertschätzung und verlässliche Fürsorge könnten Motivation und Leistungsfähigkeit stärken und den Rückhalt für vernetztes Engagement erhöhen.
Zusammenfassung der Redaktion
Begründung der Kommission · Originalstelle „Begründung: Im Auftrag von Bundesregierung und Bundestag zur Friedenssicherung und -förderung in Krisenländer entsandte Einsatzkräfte sind mit besonderen Herausforderungen, Belastungen und zum Teil auch Risiken für Leib und Leben …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Begründung: Im Auftrag von Bundesregierung und Bundestag zur Friedenssicherung und -förderung in Krisenländer entsandte Einsatzkräfte sind mit besonderen Herausforderungen, Belastungen und zum Teil auch Risiken für Leib und Leben konfrontiert. Für die Anerkennung ihres Engagements sowie ihre Betreuung und Versorgung trägt die Politik eine besondere Mitverantwortung. Wertschätzung und verlässliche Fürsorge können zudem zur Effektivität und zum Erfolg von Einsatzmaßnahmen beitragen und sich positiv auf die Motivation und Leistungsfähigkeit der Einsatzkräfte auswirken. Das Vertrauen der Einsatzkräfte in die stete Unterstützung wird vergrößert. Das stärkt den politischen und gesellschaftlichen Rückhalt für vernetztes Engagement.“
Belege aus den Berichten:
PTBS-Behandlungen 2007 verdoppelt; parlamentarischer Umgang als „chronique scandaleuse“ beurteilt
Feststellung
2007 ließen sich 130 ISAF-Rückkehrer wegen einsatzbedingter PTBS-Erkrankung in einem Bundeswehr-Krankenhaus behandeln, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Erst Ende 2011 gelang eine Novellierung des Einsatzversorgungsgesetzes von 2004. Der Friedens- und Konfliktforscher Berthold Meyer beurteilte die ersten sieben Jahre des parlamentarischen Umgangs mit PTBS als „chronique scandaleuse“.
Originalstelle „Kurz vorher hatte in der ARD der Fernsehfilm „Willkommen zu Hause“ erstmalig große Aufmerksamkeit für das Schicksal psychisch verwundeter …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Kurz vorher hatte in der ARD der Fernsehfilm „Willkommen zu Hause“ erstmalig große Aufmerksamkeit für das Schicksal psychisch verwundeter Afghanistan-Rückkehrer geschaffen. Erst Ende 2011 gelang eine Novellierung des Einsatzversorgungsgesetzes von 2004. Der Friedens- und Konfliktforscher Berthold Meyer beurteilte die ersten sieben Jahre des parlamentarischen Umgangs mit Posttraumatischen Belastungsstörungen von Einsatzkräften, davon inzwischen der weit größte Teil aus Afghanistan, als „chronique scandaleuse“.“
Quelle: Drs. 20/10400, S. 70–71 (Original, neues Fenster) · Belegkarte
- Empfehlung · Wortlaut
Was die Kommission empfiehlt
„Aufgrund ihrer Mitverantwortung für die Betreuung und Versorgung von Einsatzgeschädigten sollten Bundesregierung und Bundestag ihre öffentliche Wertschätzung und Unterstützung für die Einsatzkräfte im Internationalen Krisenmanagement weiter stärken.“
Quelle: Drs. 20/14500, S. 54 (Original, neues Fenster) · Belegkarte
An wen sich die Empfehlung richtet
- Bundesregierung
steht im Wortlaut, S. 54
Der Wortlaut nennt „Bundesregierung und Bundestag“. - Deutscher Bundestag
steht im Wortlaut, S. 54
Der Wortlaut nennt „Bundesregierung und Bundestag“.
- Bundesregierung
- Stand der Umsetzung · eigene Recherche
Was daraus wurde
Teilweise umgesetzt
Ein Teil dessen, was die Empfehlung verlangt, ist erfüllt, ein anderer nicht.
Zuletzt geprüft am 7. November 2026. Eigene Recherche von Bridge the Gap, keine Aussage der Kommission.