Empfehlung 68 von 72 · Enquete-Kommission
Mehr Zusammenarbeit mit Zivilgesellschaft und kleine Projekte mit Gemeinden
Deutschland soll mehr mit Vereinen und Gruppen vor Ort zusammenarbeiten. Kleine Projekte, die Gemeinden selbst mitgestalten, sollen gefördert werden.
- Befund · Bericht · was die Berichte festgestellt haben
Warum die Kommission das empfiehlt
Die Begründung beschreibt, dass die Zusammenarbeit mit nichtstaatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren unterschiedliche Perspektiven, Ressourcen und Zugänge einbringe. Kleinere, partizipative Projekte in direkter Partnerschaft mit lokalen Gemeinden könnten nachhaltige Entwicklung fördern, wenn sie lokale Bedürfnisse berücksichtigten.
Zusammenfassung der Redaktion
Begründung der Kommission · Originalstelle „Begründung: Die Intensivierung der Zusammenarbeit mit nichtstaatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren optimiert die Nutzung von Synergien, indem sie verschiedene Perspektiven, Ressourcen und Zugänge einbringt. Kleinere, einfacher …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Begründung: Die Intensivierung der Zusammenarbeit mit nichtstaatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren optimiert die Nutzung von Synergien, indem sie verschiedene Perspektiven, Ressourcen und Zugänge einbringt. Kleinere, einfacher durchführbare und partizipative Projekte in direkter Partnerschaft mit lokalen Gemeinden können eine nachhaltige Entwicklung fördern, wenn sie lokale Bedürfnisse und Ressourcen berücksichtigen.“
Belege aus den Berichten:
Kleine, lokal eingebettete Projekte effektiver als große Strukturprojekte
Bewertung
In der Entwicklungszusammenarbeit erwiesen sich kleine, lokal eingebettete Projekte zur Basisversorgung als effektiver, resistenter und nachhaltiger als Projekte mit umfangreichen Investitionen oder strukturellem Wandel als Ziel. Großflächige Programme wie das National Solidarity Programme (NSP) konnten zwar Infrastruktur ausweiten, schufen aber keine Beschäftigungsstrukturen oder förderten die Privatwirtschaft. Ehrgeizigere Ziele wurden meist verfehlt.
Originalstelle „Inder Entwicklungszusammenarbeit erwiesen sich kleine, lokal eingebettete Projekte zur Basisversorgung der Bevölkerung als effektiver, resistenter …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Inder Entwicklungszusammenarbeit erwiesen sich kleine, lokal eingebettete Projekte zur Basisversorgung der Bevölkerung als effektiver, resistenter und nachhaltiger als Projekte, die umfangreiche Investitionen beinhalteten oder auf strukturellen Wandel und Verhaltensänderungen abzielten.“
Quelle: Drs. 20/10400, S. 139 (Original, neues Fenster) · Belegkarte
Lokal eingebettete NGOs konnten Arbeit nach 2021 unverändert fortsetzen
Feststellung
Wo NGOs durch kontinuierliche Präsenz, partizipative Umsetzung und Zusammenarbeit mit lokal akzeptierten Autoritäten (Ältestenräte, Schuras) Organisationsstrukturen und Vertrauen aufgebaut hatten, erwies sich dies vergleichsweise nachhaltiger. Diese NGOs konnten ihre Aktivitäten teilweise auch nach dem Abzug 2021 unverändert fortsetzen. Allerdings mussten viele andere NGOs nach der Machtübernahme der Taliban komplett neues Personal rekrutieren.
Originalstelle „Die Zusammenarbeit mit lokal legitimierten Akteuren – die teilweise auch Verbindungen zur Schattenadministration der Taliban unterhielten …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Die Zusammenarbeit mit lokal legitimierten Akteuren – die teilweise auch Verbindungen zur Schattenadministration der Taliban unterhielten – ermöglichte, dass diese Nichtregierungsorganisationen ihre Aktivitäten auch nach dem Abzug 2021 unverändert fortsetzen konnten. Allerdings wurde die durch partizipative Ansätze und Transparenz erreichte Nachhaltigkeit in vielen Fällen mit der Ausreise der meisten Mitarbeitenden einzelner deutscher Nichtregierungs- und Durchführungsorganisationen nach der Machtübernahme der Taliban im August 2021 hinfällig.“
Quelle: Drs. 20/10400, S. 142–143 (Original, neues Fenster) · Belegkarte
- Empfehlung · Wortlaut
Was die Kommission empfiehlt
„Die Zusammenarbeit mit nichtstaatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren sollte verstärkt werden. Kleinere, vor Ort umsetzbare Projekte in Partnerschaft mit den Gemeinden sollten gezielt gefördert und implementiert werden.“
Quelle: Drs. 20/14500, S. 53 (Original, neues Fenster) · Belegkarte
An wen sich die Empfehlung richtet
- Bundesregierung (beteiligte Ressorts)
laut Umsetzungsteil, S. 53 · unklar
Der Umsetzungsteil nennt die „Ressortvertretungen oder Durchführungsorganisationen vor Ort“, aber nicht als ausdrückliche Adressaten.
- Bundesregierung (beteiligte Ressorts)
- Stand der Umsetzung · eigene Recherche
Was daraus wurde
Teilweise umgesetzt
Ein Teil dessen, was die Empfehlung verlangt, ist erfüllt, ein anderer nicht.
Zuletzt geprüft am 7. November 2026. Eigene Recherche von Bridge the Gap, keine Aussage der Kommission.