Abzug der sowjetischen Truppen aus Afghanistan
Die letzten sowjetischen Soldaten verlassen Afghanistan und überlassen das Land einem Bürgerkrieg.
Sowjetische Truppen marschieren in Afghanistan ein und beginnen einen über neun Jahre dauernden Krieg.
Am 24. Dezember 1979 marschierten sowjetische Truppen in Afghanistan ein, um die kommunistische Regierung in Kabul zu stützen. Es begann ein langer Krieg gegen die afghanischen Widerstandskämpfer, die als Mudschahedin bekannt wurden und vom Westen, von Pakistan und Saudi-Arabien unterstützt wurden. Der Krieg zerstörte große Teile des Landes und führte zur Flucht von Millionen Menschen.
Der sowjetische Einmarsch markierte den Beginn von über 40 Jahren Krieg in Afghanistan. Viele der späteren Konflikte, der Aufstieg der Taliban und auch der internationale Einsatz ab 2001 lassen sich nur vor diesem Hintergrund verstehen.
Die letzten sowjetischen Soldaten verlassen Afghanistan und überlassen das Land einem Bürgerkrieg.
2 verknüpfte Aussagen aus den Berichten, sortiert nach Art.
„Nimmt man den Einmarsch der sowjetischen Truppen am 24. Dezember 1979 als Startpunkt, war 2020 das 41. Jahr, in dem Afghanistan fast ununterbrochen durch Instabilität, Gewalt, Besatzung, Bürgerkrieg, Krieg und/oder Terror geprägt war. Was das mit einer Gesellschaft macht, ist in der Betrachtung Afghanistans aus meiner Sicht viel zu oft vernachlässigt worden. Die afghanische Zeitrechnung begann nicht erst mit den Terroranschlägen des 11. September 2001 – die des Westens und der wichtigsten politischen Entscheidungsträger in den USA hingegen schon – mit fatalen Folgen bis heute.“
Quelle: Ausschuss-Drs. 20(27)101(neu), S. 2 (Original, neues Fenster)
Vom sowjetischen Einmarsch (24.12.1979) gerechnet sei 2020 das 41. Jahr fast ununterbrochener Instabilität, Gewalt, Besatzung, Bürgerkriegs, Krieges oder Terrors gewesen; die afghanische Zeitrechnung beginne nicht erst mit 9/11, die des Westens dagegen schon, mit fatalen Folgen.
„Der Anteil Afghanistans an der Opiumproduktion stieg von etwa 20% im Jahr 1980 auf über 70% zum Ende der 1990er Jahre (UNODC, 2002, S. 2). Auf dem Höhepunkt des Bürgerkrieges 1994 erreichte die geschätzte Opiumproduktion 3.400 Tonnen und stieg während der Taliban-Herrschaft auf 4.600 Tonnen im Jahr 1999 (UNODC, 2002). … Den Taliban gelang es im Jahr 2000/1, die Opiumproduktion fast auf null zurückzufahren, was jedoch ein einmaliges Ereignis blieb“
Quelle: Gutachten BICC: Korruption in Afghanistan (Enquete-Kommission), S. 17–18 (Original, neues Fenster)
Afghanistans Anteil an der weltweiten Opiumproduktion stieg von ~20 % (1980) auf >70 % (Ende 1990er); 1994 lag die Produktion bei 3.400 Tonnen, 1999 unter den Taliban bei 4.600 Tonnen. Den Taliban gelang es 2000/01, die Opiumproduktion fast auf null (185 Tonnen) zurückzufahren. Das war ein einmaliges Ereignis; 2002 stieg sie wieder auf 3.400 Tonnen. Drogenökonomie wurde Basis transnationaler kriminelle Netzwerke.