Petersberg-Konferenz legt Grundlage für neue afghanische Ordnung
Auf dem Petersberg bei Bonn einigen sich afghanische Gruppen unter UN-Vermittlung auf eine Übergangsregierung. Die Taliban sind nicht beteiligt.
Eine große Ratsversammlung verabschiedet eine neue Verfassung, die Afghanistan als islamische Republik mit Grundrechten ausgestaltet.
Am 26. Januar 2004 trat eine neue afghanische Verfassung in Kraft. Sie war zuvor von einer großen Ratsversammlung, der Loya Jirga, beschlossen worden. Die Verfassung machte Afghanistan zur islamischen Republik mit starkem Präsidenten und gewährte erstmals Grundrechte, darunter die Gleichstellung von Männern und Frauen. Im Oktober 2004 wurde Hamid Karzai zum ersten direkt gewählten Präsidenten.
Die Verfassung war das politische Fundament der afghanischen Republik bis zum Sommer 2021. Mit ihrem Inkrafttreten begann die Phase des staatlichen Wiederaufbaus, die später unter dem Stichwort Nation Building bewertet wurde.
Auf dem Petersberg bei Bonn einigen sich afghanische Gruppen unter UN-Vermittlung auf eine Übergangsregierung. Die Taliban sind nicht beteiligt.
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