Empfehlung 54 von 72 · Enquete-Kommission
Beim Wiederaufbau zuerst Grundbedürfnisse sichern
Nach einem Krieg sollen die Menschen zuerst das Nötigste bekommen, etwa Essen und Versorgung. Außerdem sollen gute Bedingungen für die Wirtschaft entstehen.
- Befund · Bericht · was die Berichte festgestellt haben
Warum die Kommission das empfiehlt
Laut Begründung ist es für nachhaltige Stabilisierung elementar, die Versorgung der gesamten Bevölkerung und solide wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu unterstützen. Rein kapitalorientierte Investitionen mit geringen Beschäftigungseffekten nützten nur einem kleinen Teil der Bevölkerung und erhöhten das Risiko erneuter Konflikte.
Zusammenfassung der Redaktion
Begründung der Kommission · Originalstelle „Begründung: In Konflikt- und Postkonfliktkontexten ist es zur nachhaltigen Stabilisierung elementar, die nachhaltige Versorgung der gesamten Bevölkerung sowie die Entwicklung solider wirtschaftlicher Rahmenbedingungen zu unterstützen, die …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Begründung: In Konflikt- und Postkonfliktkontexten ist es zur nachhaltigen Stabilisierung elementar, die nachhaltige Versorgung der gesamten Bevölkerung sowie die Entwicklung solider wirtschaftlicher Rahmenbedingungen zu unterstützen, die den Standort in Zukunft auch strukturell attraktiv für Investitionen machen. Gleichermaßen sollte vermieden werden, dass durch Wirtschaftsförderungsmaßnahmen in Form von einzig kapitalorientierten Investitionen und Skalierungsmaßnahmen nur geringe Beschäftigungseffekte erzielt werden und somit nur ein geringer Anteil der Bevölkerung profitiert. Damit würde auch das Risiko erneuter Konfliktausbrüche steigen.“
- Empfehlung · Wortlaut
Was die Kommission empfiehlt
„Der Wiederaufbau und die Wirtschaftsförderung in Konflikt- und Postkonfliktkontexten sollten bei Abwesenheit von Infrastruktur, systematischer Landwirtschaft und Gewerbe zunächst die Erfüllung der Grundbedürfnisse der Bevölkerung und die Entwicklung attraktiver wirtschaftlicher Rahmenbedingungen adressieren.“
Quelle: Drs. 20/14500, S. 45 (Original, neues Fenster) · Belegkarte
An wen sich die Empfehlung richtet
- Bundesregierung
Zuordnung der Redaktion, S. 45 · unklar
Wortlaut, Begründung und Umsetzungsteil nennen keinen Adressaten. Abgeleitet aus der Zuständigkeit der Bundesregierung für Wiederaufbau und Wirtschaftsförderung im Ausland.
Wer anderer Meinung war
- Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie Sachverständige Winfried Nachtwei und Dr. Katja Mielke: Wiederaufbau solle im Rahmen eines ganzheitlichen Konzepts partnerschaftlich, nachhaltig, dezentral und inklusiv gestaltet werden; betont die Förderung lokaler Wirtschaftsstrukturen, kleiner und mittlerer Unternehmen und lokaler Landwirtschaft.
Sondervotum · Originalstelle „Der Wiederaufbau in Konflikt- und Postkonfliktkontexten sollte im Rahmen eines ganzheitlichen Konzepts erfolgen, das die vielfältigen Bedürfnisse der …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Der Wiederaufbau in Konflikt- und Postkonfliktkontexten sollte im Rahmen eines ganzheitlichen Konzepts erfolgen, das die vielfältigen Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung und den regionalen Kontext berücksichtigt. Der Wiederaufbauprozess sollte partnerschaftlich, nachhaltig, dezentral und inklusiv gestaltet werden, um sicherzustellen, dass alle gesellschaftlichen Gruppen aktiv eingebunden werden. Der wirtschaftliche Wiederaufbau ist ein zentraler Bestandteil der Gesamtstrategie.“
- Bundesregierung
- Stand der Umsetzung · eigene Recherche
Was daraus wurde
Angekündigt
Die Regierung hat es angekündigt, etwa im Koalitionsvertrag, aber noch keinen konkreten Schritt gemacht.
Zuletzt geprüft am 7. November 2026. Eigene Recherche von Bridge the Gap, keine Aussage der Kommission.