Empfehlung 31 von 72 · Enquete-Kommission
Mehr Forschung, Lehre und Weiterbildung zu Krisen und Frieden
An Hochschulen und Instituten soll mehr über Krisen, Kriege und Frieden geforscht und gelehrt werden. Auch Fachleute sollen sich dazu weiterbilden können.
- Befund · Bericht · was die Berichte festgestellt haben
Warum die Kommission das empfiehlt
Laut Begründung wird sich Deutschland auch künftig am Internationalen Krisenmanagement beteiligen. Damit die Akteure schnell und umfassend handeln könnten, solle das Wissen über Ursachen, Verlauf und Folgen von Konflikten ausgebaut werden, einschließlich Länderkenntnissen, Konfliktverständnis, gesellschaftlicher und religiöser Verhältnisse und geostrategischer Zusammenhänge.
Zusammenfassung der Redaktion
Begründung der Kommission · Originalstelle „Begründung: Deutschland wird sich auch in Zukunft am Internationalen Krisenmanagement und multilateraler Friedensförderung beteiligen. Damit die verschiedenen deutschen Akteure in einem sich rasch wandelnden Politikfeld schnell und …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Begründung: Deutschland wird sich auch in Zukunft am Internationalen Krisenmanagement und multilateraler Friedensförderung beteiligen. Damit die verschiedenen deutschen Akteure in einem sich rasch wandelnden Politikfeld schnell und umfassend agieren können, sollte das Wissen über Ursachen, Verlauf und Auswirkungen von Kriegen und Gewaltkonflikten in verschiedenen Weltregionen an deutschen Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Think Tanks ausgebaut werden. Dazu gehören spezialisierte Länderkenntnisse, historisch-kulturelle und polit-ökonomische Konfliktverständnisse sowie eine vertiefte Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen (inkl. religiösen) und politischen Verhältnissen in (potenziellen) Einsatz- und Partnerländern, ebenso wie der geostrategische Kontext, die über die Wirksamkeit einer externen Intervention entscheiden können.“
Belege aus den Berichten:
Wissensbestände zu Afghanistan wurden nicht systematisch aufgebaut
Bewertung
Originalstelle „Das, was es an Wissensbeständen gab, wurde also nicht einbezogen, und eigentlich hat man sich bis heute nie bemüht, gezielt Wissensbestände zu Afghanistan aufzubauen.“
Quelle: Drs. 20/10400, S. 164 (Original, neues Fenster) · Belegkarte
Personelle Ressourcen für die ambitionierten Ziele zu gering; interkulturelle und sprachliche Fachkräfte unzureichend; Bundeswehr zu spät angepasst
Bewertung
Originalstelle „Die von Deutschland für Sicherheit, Aufbau und Entwicklung, einschließlich für den politischen Prozess, zur Verfügung gestellten personellen …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Die von Deutschland für Sicherheit, Aufbau und Entwicklung, einschließlich für den politischen Prozess, zur Verfügung gestellten personellen Ressourcen waren für die ambitionierten Ziele zu gering. Die Einsatzkonzeption, der Kräfteansatz und die Fähigkeiten der Bundeswehr wurden zu lange nicht der anwachsenden Bedrohung angepasst. Dies betraf die diplomatischen, entwicklungspolitischen und polizeilichen Komponenten des Einsatzes insgesamt. Unzureichend war zum Beispiel die Verfügbarkeit interkulturell ausgebildeter Fachkräfte mit landessprachlichen Kenntnissen, Erfahrungen in konfliktsensiblen Kontexten sowie mit Zugängen zu den lokalen Akteuren. Längere Aufenthalte des zivilen Personals und weniger kurze Rotationszeiträume hätten besser dazu beitragen können, langfristig vertrauensvolle Beziehungen zu lokalen Akteuren aufzubauen.“
Quelle: Drs. 20/10400, S. 20–21 (Original, neues Fenster) · Belegkarte
- Empfehlung · Wortlaut
Was die Kommission empfiehlt
„Die für Internationales Krisenmanagement und Friedensförderung relevante universitäre und außeruniversitäre Forschung, Lehre und (Weiter-)Bildung von Fachkräften sollte ausgebaut werden.“
Quelle: Drs. 20/14500, S. 33 (Original, neues Fenster) · Belegkarte
An wen sich die Empfehlung richtet
- Bundesregierung
Zuordnung der Redaktion, S. 33 · unklar
Wortlaut, Begründung und Umsetzungsteil nennen keinen Adressaten. Abgeleitet aus der Forschungs- und Bildungsförderung des Bundes; Hochschulen fallen auch in die Zuständigkeit der Länder.
- Bundesregierung
- Stand der Umsetzung · eigene Recherche
Was daraus wurde
Nicht begonnen
Es gibt öffentliche Informationen, aber darin ist seit dem Bericht kein Schritt zu erkennen.
Zuletzt geprüft am 7. November 2026. Eigene Recherche von Bridge the Gap, keine Aussage der Kommission.