Bridge the Gap.

← Ortskräfte

Sondervotum Teil 3, Kap. 2, Abschnitt 7.2 — Charterflüge S. 785 2021-08-13

CDU/CSU-Beleg: Maas wich am 13.08. im Krisenstab Charterflug-Festlegung aus

Originalstelle
„Noch in der Krisenstabssitzung vom 13. August 2021 hat das AA es vermieden, sich zu Charterflügen festzulegen. Das BKAmt notierte dazu „keine klare Aussage seitens AA, aber Hinweis auf die zwei von BM Maas angekündigten Flüge bis Ende des Monats […]. AA weist darauf hin, dass sich seit Positionierung des Ministers die Sicherheitslage verschlechtert habe.”“

Quelle: Drs. 20/14700, S. 785 (Original, neues Fenster)

Die CDU/CSU belegt anhand BKAmt-Notiz: Noch am 13.08.2021 im Krisenstab habe das AA es vermieden, sich klar zu Charterflügen festzulegen, und nur auf die zwei angekündigten Flüge verwiesen. Erst öffentlicher Druck habe Maas bewegt, sich zu Chartern zu positionieren.

Thema: Ortskräfte Akteure: Heiko Maas, Auswärtiges Amt, BKAmt Status: entwurf_unbestaetigt

Quelle

Dokument: Sondervotum/Bewertung der Fraktion der CDU/CSU (Drucksache 20/14700, Teil 3, Kap. 2, S. 733–855)

Drucksache: 20/14700

Fundstelle: S. 785 (Dokument insgesamt S. 733–855)

Art des Belegs: wörtliches Zitat

Weiteres aus derselben Quelle

Sondervotum Teil 3, Kap. 2, Abschnitt 1 — Untersuchungsverfahren S. 733

CDU/CSU: Untersuchungsanliegen von Anfang an überwiegend aufgeschlossen, gemeinsamer Einsetzungsantrag mit SPD, Grünen, FDP

Die CDU/CSU stellt fest, dass sie dem Untersuchungsanliegen, das sie schon im August 2021 gefordert hatte, überwiegend aufgeschlossen gegenüberstand und gemeinsam mit SPD, Grünen und FDP einen Einsetzungsantrag erarbeitete (21.06.2022). Ein eigener Entwurf habe bereits zur Jahreswende 2021/2022 vorgelegen.

Hinweis: Sondervotum der CDU/CSU: verfahrensbezogene Selbstdarstellung.
Thema: Parlament & Öffentlichkeit 2021-08 bis 2022-06 Akteure: CDU/CSU-Bundestagsfraktion, SPD, Grüne, FDP sondervoten\cducsu.json
Sondervotum Teil 3, Kap. 2, Abschnitt 1.4 — Auftrag erfüllt S. 738

CDU/CSU bewertet Aktenvorlage der Bundesregierung im Ergebnis als nicht zu beanstanden, aber Weg dorthin „gewunden und voller überflüssiger Umwege”

Im Endergebnis sieht die CDU/CSU keinen Anlass zur Beanstandung der Aktenvorlage. Allerdings habe der Weg dorthin „überflüssige Umwege” enthalten: Vorläufige Vollständigkeitserklärungen über das ganze Jahr 2023, Vorbehalte, schließlich Vollständigkeitserklärungen erst Ende April 2024 nach mehrmaligem Drängen.

Hinweis: Sondervotum der CDU/CSU. Andere Fraktionen, insbesondere FDP, hatten weitergehende Beanstandungen formuliert.
Thema: Parlament & Öffentlichkeit Akteure: Bundesregierung, Ressorts sondervoten\cducsu.json
Sondervotum Teil 3, Kap. 2, Abschnitt 1.4 — Vorlage elektronischer Kommunikation S. 739

CDU/CSU: FDP-Vorwürfe zur Vorlage elektronischer Kommunikation kein Grund zur Skandalisierung, keine relevanten neuen Argumente

Die CDU/CSU teilt nicht die FDP-Kritik an der Vorlage elektronischer Kommunikation. Die Rechtslage sei eindeutig (sechs zentrale Argumente werden benannt), die Bundesregierung habe „ausführlich und weitgehend überzeugend” Stellung genommen, die FDP-Replik habe „keine relevanten neuen Argumente” erbracht.

Hinweis: Bewertungs-Differenz zwischen CDU/CSU- und FDP-Sondervotum.
Thema: Parlament & Öffentlichkeit Akteure: FDP-Bundestagsfraktion, Bundesregierung sondervoten\cducsu.json
Sondervotum Teil 3, Kap. 2, Abschnitt 2.1 — Einschätzung Doha S. 742–743

CDU/CSU: Doha-Abkommen machte ein positives Ende der innerafghanischen Friedensverhandlungen „fast unmöglich”

Die CDU/CSU bewertet das Doha-Abkommen als zentrale Ursache: Es habe ein positives Ende der innerafghanischen Verhandlungen zugunsten der Republik „fast unmöglich” gemacht. Das BND-Szenario „Emirat 2.0” (Ende 2020) sei logische Fortschreibung. Trotzdem sei die deutsche Unterstützung des Friedensprozesses alternativlos gewesen.

Thema: Doha-Abkommen Februar 2020 – Ende 2020 Akteure: USA, Taliban, BND sondervoten\cducsu.json
Sondervotum Teil 3, Kap. 2, Abschnitt 2.1 — Worst-Case S. 743

CDU/CSU-Vorwurf: Bundesregierung versäumte realistische Einschätzung der Konditionierungs-Durchsetzbarkeit und systematische Worst-Case-Vorbereitung

Erster zentraler Vorwurf der CDU/CSU: Die Bundesregierung hätte realistischer einschätzen müssen, dass die Konditionierung des Doha-Abkommens gegenüber den USA auch unter Biden nicht durchsetzbar war, und sich systematischer auf das Worst-Case-Szenario vorbereiten müssen. Die USA hätten dies (Special-Visa-Programm, Verstärkung Visa-Abteilung Botschaft Kabul) bereits vor Abschluss ihres Review-Prozesses getan.

Hinweis: Kritische Bewertung aus Sondervotum der CDU/CSU (Oppositionsperspektive).
Thema: Doha-Abkommen Akteure: Bundesregierung, USA, Joe Biden sondervoten\cducsu.json