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Sondervotum Teil 3, Kap. 5, Abschnitt 7.5 — Neuhardenberg S. 1031–1032 Juni 2021

Juni 2021: AA-Einladung hochrangiger Taliban-Vertreter nach Neuhardenberg auf US-Druck zurückgenommen

Originalstelle
„„Nee. Wir hatten alles schon organisiert in Neuhardenberg. Es hat nicht stattgefunden. Nein, es hat sich zerschlagen. […] Ich glaube, die Amerikaner waren diejenigen, die gesagt haben: ,Lasst das jetzt in Doha‘.“

Quelle: Drs. 20/14700, S. 1031–1032 (Original, neues Fenster)

Anfang Juni 2021 hatte das AA (Staatssekretär Berger, mit Wissen von Minister Maas) ein diskretes Treffen hochrangiger Taliban- und Republik-Vertreter in oder bei Berlin organisiert (Ort: Neuhardenberg). Vorgesehen waren Bilaterale Termine bis Staatssekretärsebene. Die Einladung wurde aber laut Berger auf Druck der USA zurückgenommen, vermutlich um Katar nicht zu brüskieren. Aus AfD-Sicht ein weiteres Beispiel deutscher US-Abhängigkeit.

Thema: Innerafghanische Verhandlungen Akteure: Miguel Berger (AA), Heiko Maas, USA, Taliban Status: entwurf_unbestaetigt

Quelle

Dokument: Sondervotum/Bewertung der Fraktion der AfD (Drucksache 20/14700, Teil 3, Kap. 5, S. 985–1136)

Drucksache: 20/14700

Fundstelle: S. 1031–1032 (Dokument insgesamt S. 985–1136)

Art des Belegs: wörtliches Zitat

Weiteres aus derselben Quelle

Sondervotum Teil 3, Kap. 5, Abschnitt 1 — Einleitung S. 985

AfD-Grundbewertung: Afghanistan-Einsatz „spektakulär gescheitert”, Zielsetzung nie klar definiert

Die AfD-Fraktion bewertet den Afghanistan-Einsatz als „spektakulär gescheitert”. Sie kritisiert, dass CDU/CSU, SPD, Grüne und FDP die Bundeswehr in einen Dauereinsatz ohne klar definierte Zielsetzung entsandten und die wesentlichen Fragen (Was soll erreicht werden? Wie lange? Verhältnis von Mühen und Mitteln zu deutschen Interessen?) über zwei Jahrzehnte nicht befriedigend beantwortet worden seien.

Hinweis: Fraktionsposition der AfD, keine gemeinsame Feststellung. Wertung („spektakulär gescheitert”) als deren Sicht kennzeichnen.
Sondervotum Teil 3, Kap. 5, Abschnitt 1 — Einleitung S. 985–986

Bilanz des Einsatzes: 60 deutsche Soldaten tot, Kosten 12,3 Mrd. € militärisch + 5 Mrd. € zivil (Schätzungen bis 47 Mrd. €)

Die AfD führt als Bilanz auf: 60 tote Bundeswehrsoldaten (35 durch Feindeinwirkung), drei Bundespolizisten, 64.000 tote afghanische Sicherheitskräfte, 43.000 tote Zivilisten, 42.000 tote regierungsfeindliche Kämpfer. Offizielle Kosten: 12,3 Mrd. € militärisch, 5 Mrd. € zivil. Experten schätzen die Gesamtkosten auf bis zu 47 Mrd. €.

Thema: Verantwortung & Konsequenzen sondervoten\afd.json
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AfD-Kritik: „Friedensmission” als Verharmlosung, Untersuchungsauftrag zu eng begrenzt

Die AfD kritisiert die Bezeichnung „deutsche Friedensmission” durch die antragstellenden Fraktionen (CDU/CSU, SPD, Grüne, FDP) als Verharmlosung und Beschönigung. Sie habe sich selbst mit einem eigenen Antrag (Drs. 20/1867) für eine Untersuchung des gesamten Afghanistan-Einsatzes eingesetzt. Der Untersuchungsauftrag der antragstellenden Fraktionen (Drs. 20/2352) sei zu eng gefasst worden.

Hinweis: Die wertende Bezeichnung „Verharmlosung” ist AfD-Position.
Thema: Parlament & Öffentlichkeit Akteure: AfD-Bundestagsfraktion, CDU/CSU, SPD, Grüne… sondervoten\afd.json
Sondervotum Teil 3, Kap. 5, Abschnitt 1 — Einleitung S. 986

AfD: Aufklärungsarbeit des Ausschusses unzureichend, Sitzungsleitung Stegner als Hemmschuh

Die AfD sieht drei Gründe für eine in ihren Augen mangelhafte Aufklärungsarbeit: (1) schwacher Aufklärungswille der antragstellenden Fraktionen, (2) Sitzungsleitung durch Dr. Stegner (SPD), (3) fragmentarische Kooperationsbereitschaft der Zeugen mit „wenig glaubhaften” Erinnerungslücken.

Hinweis: Bewertung der Sitzungsleitung als „Hemmschuh” ist AfD-Position.
Thema: Parlament & Öffentlichkeit Akteure: Ralf Stegner, AfD-Bundestagsfraktion sondervoten\afd.json
Sondervotum Teil 3, Kap. 5, Abschnitt 2.1.1 — Kurzzusammenfassung Doha S. 987

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Die AfD stellt fest: Die Bundesregierung sei von den USA prominent über die Doha-Genese informiert worden und habe das Abkommen aus bündnispolitischen Erwägungen weder torpediert noch kritisiert, obwohl sie den Einsatz selbst gerne fortgesetzt hätte. Die nachträgliche Kritik durch Union, SPD, Grüne und FDP erweise sich daher als „heiße Luft”.

Hinweis: Bewertung („heiße Luft”, „beeindruckende Unkenntnis”) als AfD-Position.
Thema: Doha-Abkommen Akteure: Bundesregierung, USA, Trump-Administration sondervoten\afd.json