Sachverständige:rFrage 4 — Veränderung der SicherheitslageS. 4–5
Doha führte zu vermehrten Taliban-Angriffen auf Sicherheits- und Armeekräfte
Originalstelle
„Das Doha-Abkommen hat zu einer Veränderung der Sicherheitslage geführt. Kurz nach dem Abschluss wurden vermehrt Angriffe auf afghanische Sicherheits- und Armeekräfte, jedoch auch mit zivilen Opfern, verübt, welche den Taliban zugeschrieben wurden.“
Das Doha-Abkommen habe die Sicherheitslage verändert: Kurz nach Abschluss seien vermehrt Angriffe auf afghanische Sicherheits- und Armeekräfte (auch mit zivilen Opfern) verübt worden, die den Taliban zugeschrieben wurden.
Dokument: Stellungnahme zum Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr — Lage in Afghanistan zum Zeitpunkt des Doha-Abkommens (Sicherheitslage und militärische Lage)
Autor:in: Prof. Dr. Daniel Zerbin
Wissenschaftliche und dienstliche Befassung mit islamistischem Terrorismus, Selbstmordattentaten; zwei dienstliche Aufenthalte in Afghanistan
Ausschussdrucksache: 20(27)112
Datum: 2022-09-14
Art des Belegs: wörtliches Zitat
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Sachverständige:rFrage 1 — Politische und Sicherheitslage zum Zeitpunkt des Doha-AbkommensS. 2
Das Doha-Abkommen habe vor allem dem Wahlkampf von US-Präsident Donald Trump gedient, weil das Ende des Afghanistan-Kriegs zu seinen Wahlversprechen gehört habe.
Zum Zeitpunkt des Doha-Abkommens habe das Leben der Menschen in Afghanistan bereits von Hoffnungslosigkeit, schlechter Sicherheitslage, politischer Instabilität und nachlassender internationaler Unterstützung geprägt gewesen.
Für die afghanischen Sicherheitskräfte sei spätestens jetzt klar gewesen, dass die westliche Unterstützung ausläuft und sie der Taliban-Bedrohung absehbar allein gegenüberstehen würden.
Nach Angaben des US-Militärs (Oktober 2018) stand weniger als die Hälfte der Bezirke noch unter Kontrolle der afghanischen Regierung; in rund 30 % der Bezirke fanden Kampfhandlungen statt.