Sachverständige:rVertrauensverlust des afghanischen Staats und seiner ElitenS. 2
Funktionierende Infrastruktur auch in Kabul nur teilweise vorhanden
Originalstelle
„Eine funktionierende staatliche Infrastruktur, wie Wasser,- Strom- oder Gesundheitsversorgung war nach 20 Jahren Wiederaufbau unter Kriegsbedingungen auch in der Hauptstadt Kabul nur in Teilen vorhanden. Auf dem Land besteht bis heute Subsistenzwirtschaft.“
Trotz 20 Jahren Wiederaufbau sei staatliche Grundinfrastruktur (Wasser, Strom, Gesundheit) selbst in Kabul nur teilweise vorhanden gewesen; auf dem Land herrsche bis heute Subsistenzwirtschaft.
Mit dem Doha-Prozess ab 2018 verhandelten die USA erstmals offiziell mit den Taliban; das Doha-Abkommen vom 29. Februar 2020 zwischen den USA und der Taliban-Führung wird als historischer Moment eingeordnet.
Die Absicht des NATO-Bündnisses, nach 20 Jahren aus Afghanistan abzuziehen, sei zum Zeitpunkt des Doha-Abkommens grundsätzlich gefestigt gewesen; offen seien nur Modalitäten und Zeitpunkt gewesen.
Nach dem Doha-Abkommen stellten die Taliban Angriffe auf internationale Kräfte ein, intensivierten aber Angriffe gegen die afghanische Regierung und ihre Sicherheitskräfte.
Die Sicherheitslage blieb nach Doha unvorhersehbar; zivile Opfer urbaner Anschläge nahmen 2018 zu, Kabul galt erneut als gefährlichste Hauptstadt der Welt.
Thema: Lageeinschätzung2018 bis nach Doha-Abkommenstellungnahmen\05-zeino.json