Sachverständige:rVertrauensverlust des afghanischen Staats und seiner ElitenS. 22021
Korruption auf allen Ebenen; CPI-Rang 174/180 (2021)
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„Das Vertrauen in Staat, Regierung und die politischen Eliten war gering. Afghanistan lag 2021 zusammen mit Nordkorea und Jemen auf Rang 174 von 180 des Transparency International Corruption Perception Index. Korruption fand auf allen Ebenen in Regierung, Parlament und Justiz statt.“
Das Vertrauen in Staat, Regierung und politische Eliten sei gering gewesen; 2021 lag Afghanistan im Corruption Perception Index (Transparency International) auf Rang 174 von 180 (mit Nordkorea und Jemen); Korruption habe auf allen Ebenen (Regierung, Parlament, Justiz) stattgefunden.
Mit dem Doha-Prozess ab 2018 verhandelten die USA erstmals offiziell mit den Taliban; das Doha-Abkommen vom 29. Februar 2020 zwischen den USA und der Taliban-Führung wird als historischer Moment eingeordnet.
Die Absicht des NATO-Bündnisses, nach 20 Jahren aus Afghanistan abzuziehen, sei zum Zeitpunkt des Doha-Abkommens grundsätzlich gefestigt gewesen; offen seien nur Modalitäten und Zeitpunkt gewesen.
Nach dem Doha-Abkommen stellten die Taliban Angriffe auf internationale Kräfte ein, intensivierten aber Angriffe gegen die afghanische Regierung und ihre Sicherheitskräfte.
Die Sicherheitslage blieb nach Doha unvorhersehbar; zivile Opfer urbaner Anschläge nahmen 2018 zu, Kabul galt erneut als gefährlichste Hauptstadt der Welt.
Thema: Lageeinschätzung2018 bis nach Doha-Abkommenstellungnahmen\05-zeino.json