Sachverständige:rFehleinschätzungen der sicherheitspolitischen LageS. 2
Keine eigenständige afghanische Oppositionsbewegung zu den Taliban
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„Es konnte keine eigenständige, breite afghanische Oppositionsbewegung zu den Taliban entstehen. Die fehlende politische Einheit der Republik trat hingegen offen zutage. Ohne nationale Einheit war weder Krieg noch Frieden zu gewinnen.“
Eine eigenständige, breite afghanische Oppositionsbewegung gegen die Taliban habe nicht entstehen können; die fehlende politische Einheit sei offen sichtbar gewesen. Ohne sie sei weder Krieg noch Frieden zu gewinnen.
Mit dem Doha-Prozess ab 2018 verhandelten die USA erstmals offiziell mit den Taliban; das Doha-Abkommen vom 29. Februar 2020 zwischen den USA und der Taliban-Führung wird als historischer Moment eingeordnet.
Die Absicht des NATO-Bündnisses, nach 20 Jahren aus Afghanistan abzuziehen, sei zum Zeitpunkt des Doha-Abkommens grundsätzlich gefestigt gewesen; offen seien nur Modalitäten und Zeitpunkt gewesen.
Nach dem Doha-Abkommen stellten die Taliban Angriffe auf internationale Kräfte ein, intensivierten aber Angriffe gegen die afghanische Regierung und ihre Sicherheitskräfte.
Die Sicherheitslage blieb nach Doha unvorhersehbar; zivile Opfer urbaner Anschläge nahmen 2018 zu, Kabul galt erneut als gefährlichste Hauptstadt der Welt.
Thema: Lageeinschätzung2018 bis nach Doha-Abkommenstellungnahmen\05-zeino.json