Bridge the Gap.

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Bewertung Frage 3 — Bewertung des Doha-Abkommens S. 5

Damalige Prognose: Zweiteilung oder Kriegsfürsten-Fragmentierung (Déjà-vu 1992–1996)

Originalstelle
„Meine damalige Prognose war, dass Afghanistan in (mindestens) zwei Landesteile zerfallen würde: Das südliche Afghanistan würde unter die Taliban-Herrschaft gelangen, der Norden und Kabul unter der Herrschaft der Regierung bleiben. … Entlang dieses Szenario hielt ich es damals für die optimistischste Option, dass die Taliban auf Provinzebene über die Übernahme von Regierungsposten (u. a. Gouverneure und Polizeichefs) in die Regierungsarchitektur einbezogen werden könnten. Das dramatischere Szenario, was ich damals sah, war, dass sich Afghanistan in verschiedene Kriegsfürstentümer fragmentieren würde … So war durchaus ein Deja Vu der Bürgerkriegssituation der Jahre 1992-1996 denkbar.“

Quelle: Ausschuss-Drs. 20(27)103, S. 5 (Original, neues Fenster)

Schetters damalige Prognose: Afghanistan zerfalle in (mindestens) zwei Teile: der Süden unter Taliban, Norden + Kabul unter der Regierung; optimistischste Option sei die Einbindung der Taliban auf Provinzebene (Gouverneure, Polizeichefs) gewesen; dramatischer Fall: Fragmentierung in Kriegsfürstentümer als Déjà-vu der Bürgerkriegssituation 1992–1996.

Thema: Lageeinschätzung Status: entwurf_unbestaetigt

Quelle

Dokument: Schriftliche Stellungnahme zum Panel „Zivilgesellschaft und Stabilität der Institutionen” — Lage in Afghanistan zur Zeit des Doha-Abkommens

Autor:in: Prof. Dr. Conrad Schetter

Professor für Friedens- und Konfliktforschung an der Universität Bonn; Direktor des Bonn International Centre for Conflict Studies (BICC); seit 1994 wissenschaftliche Befassung mit Afghanistan

Ausschussdrucksache: 20(27)103

Datum: 2022-09-09

Art des Belegs: wörtliches Zitat

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