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Bewertung Frage 12 — Reformen, die Regimewechsel überdauern könnten S. 10

Nachhaltigster Erfolg: Bildungs-Generationen, auch Mädchen, auch Hazara; Untergrundschulen heute

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„Wenn es einen nachhaltigen Entwicklungserfolg gibt, dann verkörpern ihn die Generationen, die von den noch nie dagewesenen Bildungschancen der vergangenen zwei Jahrzehnte profitieren konnten. Das gilt auch und gerade für Mädchen und …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Wenn es einen nachhaltigen Entwicklungserfolg gibt, dann verkörpern ihn die Generationen, die von den noch nie dagewesenen Bildungschancen der vergangenen zwei Jahrzehnte profitieren konnten. Das gilt auch und gerade für Mädchen und Frauen. Das gilt auch und gerade für die schiitische Minderheit der Hazara, die noch stärker als andere Bevölkerungsgruppen durch eigenen Willen vom Bildungsangebot profitieren konnte. Die Vernetzung mit der Welt und der riesige Bildungshunger hat die afghanische Gesellschaft nachhaltig verändert. Das ist eine Tatsache, mit der sich heute auch die Taliban konfrontiert sehen. Sie haben zwar die Bildung für Mädchen im Teenageralter (ab Klasse 7) in weiten Landesteilen beendet. Doch Bildung findet weiter statt: in Untergrundschulen und in Privathaushalten der Zivilgesellschaft – oft betrieben von Frauen, oft finanziert von Eltern, die Bildung für ihre Mädchen wollen. Das passiert nicht nur in Kabul, sondern auch in kulturell konservativen Gebieten wie Maidan Wardak, Helmand oder Kandahar.“

Quelle: Ausschuss-Drs. 20(27)101(neu), S. 10 (Original, neues Fenster)

Der nachhaltigste Entwicklungserfolg sei die Generation, die von beispiellosen Bildungschancen profitierte, besonders Mädchen, Frauen und die schiitische Hazara-Minderheit; Vernetzung und Bildungshunger hätten die Gesellschaft nachhaltig verändert. Die Taliban hätten Mädchenbildung ab Klasse 7 in weiten Landesteilen beendet, doch Untergrundschulen und Hausunterricht (oft von Frauen geführt, von Eltern finanziert) fänden auch in konservativen Gebieten wie Maidan Wardak, Helmand oder Kandahar statt.

Hinweis zur Einordnung: Querbezug zu Dube, der die ländliche Skepsis gegen Mädchenschulen betont. Petersmann zeigt, dass auch dort heute Untergrundbildung stattfindet. Das ist kein direkter Widerspruch, eher unterschiedlicher Zeitschnitt.
Thema: Humanitäre Lage Status: entwurf_unbestaetigt

Quelle

Dokument: Gutachten zum Panel „Zivilgesellschaft und Stabilität der Institutionen” — Lage in Afghanistan zum Zeitpunkt des Doha-Abkommens

Autor:in: Sandra Petersmann

Journalistin (Deutsche Welle, DW), langjährige Afghanistan-Berichterstattung

Ausschussdrucksache: 20(27)101(neu)

Datum: 2022-09-07

Art des Belegs: wörtliches Zitat

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