Bridge the Gap.

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Bewertung Frage 8 — Institutionen und Daseinsvorsorge S. 7–8

Militarisierung von Humanitärer Hilfe und EZ: Mission hatte „military footprint”, keinen civilian footprint

Originalstelle
„Seitens der intervenierenden Staaten, hier vor allem der USA; wurde Geld vor allem dort investiert, wo es der sogenannte Anti-Terror-Kampf bzw. die Aufstandsbekämpfung verlangte – und im Machtzentrum Kabul. Die Militarisierung der humanitären Hilfe und der Entwicklungshilfe gilt es aus meiner Sicht sehr kritisch aufzuarbeiten und zu hinterfragen. Die Afghanistan-Mission der vergangenen zwei Jahrzehnte hatte einen überwältigenden military footprint, keinen civilian footprint. Die UNAMA war außen vor, wenn die US-Armee counter-insurgency-Entscheidungen traf. Es hat sich gezeigt, dass Staatsaufbau bei gleichzeitigem Rachefeldzug gegen Taliban/Al-Qaida ein Rezept für ein dramatisches Interventions-Desaster ist.“

Quelle: Ausschuss-Drs. 20(27)101(neu), S. 7–8 (Original, neues Fenster)

Die intervenierenden Staaten, vor allem die USA, hätten Mittel dorthin gelenkt, wo Anti-Terror-Kampf bzw. Aufstandsbekämpfung sie verlangten, sowie ins Machtzentrum Kabul; die Militarisierung von humanitärer Hilfe und EZ sei kritisch aufzuarbeiten. Die Mission habe einen überwältigenden military, aber keinen civilian footprint gehabt, UNAMA sei bei counter-insurgency-Entscheidungen außen vor gewesen; Staatsaufbau bei gleichzeitigem Rachefeldzug sei ein Rezept für Interventions-Desaster.

Thema: Lehren für die Zukunft Akteure: UNAMA, USA Status: entwurf_unbestaetigt

Quelle

Dokument: Gutachten zum Panel „Zivilgesellschaft und Stabilität der Institutionen” — Lage in Afghanistan zum Zeitpunkt des Doha-Abkommens

Autor:in: Sandra Petersmann

Journalistin (Deutsche Welle, DW), langjährige Afghanistan-Berichterstattung

Ausschussdrucksache: 20(27)101(neu)

Datum: 2022-09-07

Art des Belegs: wörtliches Zitat

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