Bridge the Gap.

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Sachverständige:r Frage 10 — Loyalität und Misstrauen S. 13

Armut: 2017 55 % (16 Mio) → 2020 61–72 % (Weltbank); 48 % unter 15, 400.000 neue Erwerbsfähige pro Jahr

Originalstelle
„Fielen 2017 noch 55% oder 16 Mio. Afghan:innen unter die Armutsgrenze, waren es 2020 laut Weltbank zwischen 61 und 72% (World Bank 2020, 2), also ca. zwei Drittel der Bevölkerung. … Jugendliche sind besonders stark betroffen, denn sie stellen jährlich 400.000 neue Erwerbsfähige (48% der Bevölkerung sind unter 15 Jahre), die der (nur begrenzt existierende) Ausbildungs- und Arbeitsmarkt nicht absorbieren kann. Ventile, um diesen Druck abzuschwächen - bspw. legale Wege der Arbeitsmigration ins Ausland – wurden in den letzten 20 Jahren nicht vehement genug aufgebaut.“

Quelle: Ausschuss-Drs. 20(27)105, S. 13 (Original, neues Fenster)

2017 lebten 55 % (16 Mio.) Afghan:innen unter der Armutsgrenze, 2020 laut Weltbank 61–72 % (rund zwei Drittel); 48 % der Bevölkerung seien unter 15 Jahre, jährlich kämen 400.000 neue Erwerbsfähige auf einen kaum aufnahmefähigen Arbeitsmarkt; legale Wege der Arbeitsmigration seien in 20 Jahren nicht vehement genug aufgebaut worden.

Thema: Humanitäre Lage Status: entwurf_unbestaetigt

Quelle

Dokument: Schriftliche Stellungnahme zum Panel „Zivilgesellschaft und Stabilität der Institutionen” — Lage in Afghanistan zum Zeitpunkt des Doha-Abkommens

Autor:in: Dr. Katja Mielke

Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bonn International Centre for Conflict Studies (BICC); ca. 20 Jahre wissenschaftliche und politikberatende Befassung mit Afghanistan, mehrfache Feldforschung; zuletzt im Januar 2020 in Kabul

Ausschussdrucksache: 20(27)105

Datum: 2022-09-12

Art des Belegs: wörtliches Zitat

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