Bridge the Gap.

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Sachverständige:r Frage 7 — Externe Akteure S. 11

Pakistanische sunnitische Medresen + ISI radikalisierten Flüchtlinge; Talibanbewegung ist das Resultat

Originalstelle
„Pakistan war traditionell der Ort, an den viele Familien einen Sohn zur Ausbildung als Imam oder Mullah sendeten, denn die sunnitischen Medresen in Pakistan genossen unter Afghan:innen einen guten Ruf. Unbestritten ist der Einfluss Pakistans und islamistischer Parteien und Akteure aus den Golfstaaten auf die Radikalisierung großer Teile der Flüchtlingsbevölkerung durch die Verbreitung dschihadistischer Weltbilder, die Politisierung des Islam und islamistische Propaganda. Teile der Talibanbewegung sind das Resultat dieser Entwicklung. … Die pakistanische Armee und der Geheimdienst haben die Talibanbewegung maßgeblich organisatorische und durch die Kanalisierung internationaler Gelder unterstützt (Giustozzi 2019), weiterhin sind die religiösen und wirtschaftlichen Netzwerke zwischen Akteuren in Pakistan und den Taliban ein wichtiger Faktor, der die ‚Resilienz' der Bewegung erklärt.“

Quelle: Ausschuss-Drs. 20(27)105, S. 11 (Original, neues Fenster)

Pakistanische sunnitische Medresen hatten unter Afghan:innen einen guten Ruf; Pakistan und islamistische Akteure aus den Golfstaaten hätten große Teile der Flüchtlingsbevölkerung radikalisiert. Teile der Talibanbewegung seien das Resultat. Die pakistanische Armee und der Geheimdienst hätten die Taliban maßgeblich organisatorisch und durch die Kanalisierung internationaler Gelder unterstützt (Giustozzi 2019); religiöse und wirtschaftliche Netzwerke erklärten die Resilienz der Bewegung.

Thema: Taliban Akteure: Pakistanischer Geheimdienst (ISI), Golfstaaten Status: entwurf_unbestaetigt

Quelle

Dokument: Schriftliche Stellungnahme zum Panel „Zivilgesellschaft und Stabilität der Institutionen” — Lage in Afghanistan zum Zeitpunkt des Doha-Abkommens

Autor:in: Dr. Katja Mielke

Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bonn International Centre for Conflict Studies (BICC); ca. 20 Jahre wissenschaftliche und politikberatende Befassung mit Afghanistan, mehrfache Feldforschung; zuletzt im Januar 2020 in Kabul

Ausschussdrucksache: 20(27)105

Datum: 2022-09-12

Art des Belegs: wörtliches Zitat

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