Bridge the Gap.

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Sachverständige:r Frage 2 — Doha und Abschiebungen S. 6

Q4 2020: erstmals Anstieg vs. Q3, +45 % gegenüber Vorjahresquartal; weibliche Opfer +13 %

Originalstelle
„Wie UNAMA (2021, 13) konstatiert, hat auch die Aufnahme von intra-afghanischen Verhandlungen am 12. September 2020 keine Verbesserung der Situation bewirkt. Im Gegenteil, im vierten Quartal 2020 registrierte UNAMA erstmals einen Anstieg ziviler Opfer im Vergleich mit dem dritten Quartal seit Beginn der systematischen Messungen 2009. Die Gewalt gegenüber Zivilisten im vierten Quartal 2020 lag 45% höher als im gleichen Vorjahreszeitraum. Die Taliban begannen hier eine gezielte Kampagne gegen Aktivist:innen und öffentliche Personen (s.o.). Zudem wurde 2020 ein trauriger Rekord an weiblichen Opferzahlen gemessen, die im Vergleich zu 2019 um 13% zunahmen.“

Quelle: Ausschuss-Drs. 20(27)105, S. 6 (Original, neues Fenster)

Die Aufnahme der intra-afghanischen Verhandlungen am 12.09.2020 habe keine Verbesserung gebracht; im vierten Quartal 2020 registrierte UNAMA erstmals seit 2009 einen Anstieg gegenüber Q3 (45 % höher als im Vorjahresquartal), Taliban-Kampagne gegen Aktivist:innen, weibliche Opfer 2020 +13 % gegenüber 2019.

Thema: Lageeinschätzung Status: entwurf_unbestaetigt

Quelle

Dokument: Schriftliche Stellungnahme zum Panel „Zivilgesellschaft und Stabilität der Institutionen” — Lage in Afghanistan zum Zeitpunkt des Doha-Abkommens

Autor:in: Dr. Katja Mielke

Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bonn International Centre for Conflict Studies (BICC); ca. 20 Jahre wissenschaftliche und politikberatende Befassung mit Afghanistan, mehrfache Feldforschung; zuletzt im Januar 2020 in Kabul

Ausschussdrucksache: 20(27)105

Datum: 2022-09-12

Art des Belegs: wörtliches Zitat

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