Pakistan unterstützte Taliban und Haqqani-Netzwerk; US-Befehlshaber führten Aufstandsmacht auf Islamabad zurück
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„Pakistans Sicherheitsdienste unterhielten bis zum Fall Kabuls Verbindungen zu afghanischen aufständischen Gruppen, vor allem zum Haqqani-Netzwerk. US-Militärbefehlshaber führten einen Großteil der Macht und Langlebigkeit der Aufständischen auf diese finanzielle und militärische Unterstützung aus Islamabad zurück; Präsident Trump hat vor diesem Hintergrund Pakistan beschuldigt, „genau die Terroristen zu beherbergen, die wir bekämpfen”. Seit Ende 2018 hat die Regierung Trump Islamabad jedoch um Unterstützung bei den US-Gesprächen mit den Taliban gebeten, und Sonderbotschafter Khalilzad dankte Pakistan für die Erleichterung der Reise von Taliban-Vertretern zu den Gesprächen in Doha.“
Pakistans Sicherheitsdienste hätten bis zum Fall Kabuls Verbindungen zu afghanischen Aufständischen, vor allem zum Haqqani-Netzwerk, gepflegt; US-Befehlshaber hätten einen Großteil der Macht und Langlebigkeit der Aufständischen auf finanzielle und militärische Unterstützung aus Islamabad zurückgeführt. Trump beschuldigte Pakistan, „genau die Terroristen zu beherbergen, die wir bekämpfen”. Gleichzeitig hatte die Trump-Regierung Islamabad ab Ende 2018 um Hilfe bei den Doha-Gesprächen gebeten, Khalilzad dankte Pakistan für die Erleichterung der Taliban-Reisen.
Zum Jahreswechsel 2019/2020 habe die internationale Gemeinschaft ihre Bereitschaft zu intensiviertem Engagement weitgehend verloren. Nicht nur unter Trump, sondern in vielen westlichen Regierungen sei nach knapp zwanzig Jahren die Geduld mit Afghanistan erschöpft gewesen.
Zwischen 08.11.2019 und 06.02.2020 verzeichnete UNAMA knapp 5.000 sicherheitsrelevante Vorfälle. Süd-, Nord- und Ostregion machten 68 % aus; der Rückgang Ende 2019 und Anfang 2020 entsprach saisonal den Wintermonaten, ein landesweiter Rückgang setzte erst am 22.02.2020 als Folge der US-Taliban-Gespräche ein.
Die US-Regierung schätzte im September 2019, dass zwischen 2.000 und 5.000 IS-K-Kämpfer in Afghanistan aktiv seien; IS-K sei die aktivste Terrorgruppe; zugleich betonte sie, die Beziehungen zwischen Al-Qaida und den Taliban seien weiterhin eng.
Hinweis: Spannung zu Zerbin, der die Glaubwürdigkeit der Al-Qaida-Abkehr der Taliban betont. Kaim und Petersmann berichten dagegen weiterhin enge Beziehungen.
Die westliche Afghanistan-Politik, insbesondere die der NATO und damit auch der Bundesrepublik, sei politisch wie militärisch vollständig von der US-Politik abhängig gewesen.
Trump habe die Kostenlast der USA betont und der afghanischen Regierung die Verantwortung für Erfolg oder Misserfolg zugewiesen und damit das Narrativ vorbereitet, das den Abzug 2021 begleiten sollte: nicht der Westen sei gescheitert, sondern die Kabuler Regierung sei direkt für die Machtergreifung der Taliban verantwortlich.