Februar 2020: RSM ca. 16.000 Soldat:innen, davon 8.000 US; Deutschland zweitgrößter Truppensteller
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„Neben den USA beteiligen sich zum Jahresbeginn 2020 noch 38 Mitglieder und Partnerländer der NATO an der Resolute Support Mission. Deutschland war zweitgrößter Truppensteller … Im Februar 2020, also zum Zeitpunkt der Beginn des amerikanischen Abkommens mit den Taliban, zählte die NATO-geführte Resolute Support Mission in Afghanistan noch gut 16.000 Soldaten, von denen nach einer zwischenzeitigen Truppenreduzierung 8.000 US-Kräfte waren.“
Im Februar 2020 zählte die Resolute Support Mission ~16.000 Soldat:innen, davon 8.000 US-Kräfte; Deutschland war zweitgrößter Truppensteller; substanzielle Beiträge kamen außerdem aus Australien, Georgien, Italien, Polen, Rumänien, der Türkei und Großbritannien.
Zum Jahreswechsel 2019/2020 habe die internationale Gemeinschaft ihre Bereitschaft zu intensiviertem Engagement weitgehend verloren. Nicht nur unter Trump, sondern in vielen westlichen Regierungen sei nach knapp zwanzig Jahren die Geduld mit Afghanistan erschöpft gewesen.
Zwischen 08.11.2019 und 06.02.2020 verzeichnete UNAMA knapp 5.000 sicherheitsrelevante Vorfälle. Süd-, Nord- und Ostregion machten 68 % aus; der Rückgang Ende 2019 und Anfang 2020 entsprach saisonal den Wintermonaten, ein landesweiter Rückgang setzte erst am 22.02.2020 als Folge der US-Taliban-Gespräche ein.
Die US-Regierung schätzte im September 2019, dass zwischen 2.000 und 5.000 IS-K-Kämpfer in Afghanistan aktiv seien; IS-K sei die aktivste Terrorgruppe; zugleich betonte sie, die Beziehungen zwischen Al-Qaida und den Taliban seien weiterhin eng.
Hinweis: Spannung zu Zerbin, der die Glaubwürdigkeit der Al-Qaida-Abkehr der Taliban betont. Kaim und Petersmann berichten dagegen weiterhin enge Beziehungen.
Die westliche Afghanistan-Politik, insbesondere die der NATO und damit auch der Bundesrepublik, sei politisch wie militärisch vollständig von der US-Politik abhängig gewesen.
Trump habe die Kostenlast der USA betont und der afghanischen Regierung die Verantwortung für Erfolg oder Misserfolg zugewiesen und damit das Narrativ vorbereitet, das den Abzug 2021 begleiten sollte: nicht der Westen sei gescheitert, sondern die Kabuler Regierung sei direkt für die Machtergreifung der Taliban verantwortlich.