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Bewertung Glaubwürdigkeit der Taliban-Versprechen S. 6

Taliban stellten Doha intern als Auftakt zum militärischen Sieg dar, nicht als Friedensprozess

Originalstelle
„Denn die Taliban betrachteten Gewalt eindeutig als eines ihrer wichtigsten Druckmittel. So berichteten afghanische Quellen nach dem Doha-Abkommen, dass die Taliban-Führer ihren Befehlshabern die Vereinbarung mit den Vereinigten Staaten als Auftakt zu einem militärischen Sieg nach dem Abzug der US-Streitkräfte im Mai 2021 darstellten und nicht als Beginn eines Friedensprozesses, der Kompromisse erfordern würde. Und in der Tat drängte sich der Eindruck auf, dass die Taliban so lange verhandelten, bis die USA vollständig abgezogen waren, um dann ihren Vorteil auf dem Schlachtfeld nutzen, um die Kontrolle über das Land mit Gewalt zu übernehmen.“

Quelle: Ausschuss-Drs. 20(27)107, S. 6 (Original, neues Fenster)

Afghanische Quellen berichteten, dass die Taliban-Führer ihren Befehlshabern die Doha-Vereinbarung als Auftakt zu einem militärischen Sieg nach dem US-Abzug im Mai 2021 darstellten, nicht als Beginn eines Friedensprozesses. Die Taliban verhandelten offenkundig solange, bis die USA abgezogen waren, um dann ihren Vorteil auf dem Schlachtfeld zu nutzen.

Thema: Taliban Status: entwurf_unbestaetigt

Quelle

Dokument: Schriftliche Stellungnahme zum Panel „Beurteilung der Sicherheitslage und militärischen Lage”

Autor:in: Dr. Markus Kaim

Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), Berlin

Ausschussdrucksache: 20(27)107

Datum: 2022-09-13

Art des Belegs: wörtliches Zitat

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