Drogenanbau bis 2001 von Taliban als „unislamisch” auf nahezu Null gedrückt
Originalstelle
„So wurde durch die Taliban auch der Drogenanbau sowie der entsprechende Konsum bis 2001 auf nahezu Null gebracht, weil er „unislamisch” ist und gegen die pashtunischen Traditionen verstößt.“
Bis 2001 hätten die Taliban Drogenanbau und -konsum mit der Begründung, beides sei „unislamisch” und gegen pashtunische Traditionen, auf nahezu Null gedrückt.
Dokument: Schriftliche Stellungnahme zur Expertenanhörung des 1. Untersuchungsausschusses (Afghanistan)
Autor:in: Hans-Hermann Dube
Ministerialrat a.D.; Mitarbeiter der GTZ/GIZ 2003–2015, verantwortlich für GIZ-International Services Afghanistan; Wohnsitz Afghanistan 2003–2008, dann Indien; Gastdozent an der Führungsakademie der Bundeswehr
Dube stellt ausdrücklich klar, dass er nicht im Auftrag von BMVg, BMZ oder GIZ spricht, sondern eine private, auf jahrzehntelanger Regionalerfahrung beruhende Einschätzung gibt.
Nach dem Sowjet-Abzug versank Afghanistan in einen Bürgerkrieg um Macht, Einfluss und Geld; lokale Warlords mordeten, plünderten, vergewaltigten und zerstörten. Die Bevölkerung litt landesweit unter ihrem Terror.
Rund um 1994 formierten sich in Kandahar die als „Schüler” („Taliban”) bezeichneten Kämpfer mit dem Ziel, den Bürgerkrieg zu beenden, was ihnen gelang.
Thema: Talibanab ca. 1994stellungnahmen\01-dube.json