Brutaler Bürgerkrieg der Warlords nach 1989: Bevölkerung litt unter Terror
Originalstelle
„Nach Abzug der Sowjets versank Afghanistan schnell in einem brutalen Bürgerkrieg. Es ging ausschließlich um Macht, Einfluss und Geld. Die lokalen Commander, gern auch als Warlords bezeichnet, mordeten, plünderten, vergewaltigten und zerstörten, um ihren Einfluss zu vergrößern. … Die Bevölkerung im gesamten Land litt unter diesem unsäglichen Terror der lokalen Kriegsfürsten.“
Nach dem Sowjet-Abzug versank Afghanistan in einen Bürgerkrieg um Macht, Einfluss und Geld; lokale Warlords mordeten, plünderten, vergewaltigten und zerstörten. Die Bevölkerung litt landesweit unter ihrem Terror.
Dokument: Schriftliche Stellungnahme zur Expertenanhörung des 1. Untersuchungsausschusses (Afghanistan)
Autor:in: Hans-Hermann Dube
Ministerialrat a.D.; Mitarbeiter der GTZ/GIZ 2003–2015, verantwortlich für GIZ-International Services Afghanistan; Wohnsitz Afghanistan 2003–2008, dann Indien; Gastdozent an der Führungsakademie der Bundeswehr
Dube stellt ausdrücklich klar, dass er nicht im Auftrag von BMVg, BMZ oder GIZ spricht, sondern eine private, auf jahrzehntelanger Regionalerfahrung beruhende Einschätzung gibt.
Rund um 1994 formierten sich in Kandahar die als „Schüler” („Taliban”) bezeichneten Kämpfer mit dem Ziel, den Bürgerkrieg zu beenden, was ihnen gelang.
Thema: Talibanab ca. 1994stellungnahmen\01-dube.json