„Campaign Effect 8: Afghan People Benefit from Improvements in Nutrition, Healthcare, Education, Water and Electricity: Improved access to food sources, healthcare, education, water and electricity lays the foundation for stronger communities unwilling to support the INS. Campaign Effect 9: Afghan Economy Benefits form Development of Roads, Agriculture, Employment and Industry.“
Als Anlagen führt Domröse 11 ISAF-Campaign-Effects auf: (1) Insurgency Defeated; (2) ANSF Provides a Secure Environment; (3) ISAF Maintains Public Acceptance; (4) GIRoA Establishes and Upholds Rule of Law; (5) Narcotics Industry Nexus Broken; (6) GIRoA Combats Government Corruption; (7) GIRoA Extends Effective Authority Across Afghanistan; (8) Afghans Benefit from Improvements in Nutrition/Healthcare/Education/Water/Electricity; (9) Afghan Economy Benefits from Roads, Agriculture, Employment, Industry; (10) Coordinated Security/Governance/Development in support of ANDS (integrated and comprehensive approach); (11) Afghan People Perceive a Sense of Progress.
Dokument: Stellungnahme „Beurteilung der militärischen Lage” — Lage in Afghanistan zum Zeitpunkt des Doha-Abkommens
Autor:in: Hans-Lothar Domröse
General a.D.; Januar 2008 – Januar 2009 Chef des Stabes im US-geführten ISAF-HQ, Kabul; Dezember 2012 – März 2016 Befehlshaber im NATO Joint Forces Command Brunssum (NLD), u.a. verantwortlich für die NATO-geführte Mission in Afghanistan
Ausschussdrucksache: 20(27)99
Datum: 2022-09-05
Art des Belegs: sinngemäße Wiedergabe (Paraphrase)
Mit RSM und dem parallelen US-Auftrag „Global War on Terror” (GWOT) hätten zwei sehr unterschiedliche Missionen nebeneinander bestanden. Weder die afghanische Bevölkerung noch UN-Mitarbeiter konnten unterscheiden, welches Kontingent ausbildete und welches kämpfte.
Die Mehrheit der eingesetzten Soldaten habe den Wechsel von „condition based” zu „time based” begrüßt, weil zuvor angestrebte Wirkungen häufig nicht erreicht worden seien und formal kein nächster Schritt möglich war.
Viele Militärs hätten Bedenken gegen die Ausbildung nur in Kasernen und auf Übungsplätzen gehabt. Der Verzicht auf Anleitung, Begleitung und Kontrolle der ANSF im Umgang mit der Bevölkerung und der Verlust von Kontakten zu Gouverneuren, Politikern und Organisationen habe sich beim überstürzten Abzug gerächt.
Die politische Lage sei „angespannt” gewesen (faktisch zwei Regierungschefs, schwieriges Verhältnis zu Pakistan, Einsatzmüdigkeit der truppenstellenden Nationen); die militärische Lage sei dennoch relativ stabil und nicht besorgniserregend gewesen, aus Domröses Sicht „landestypisch relativ sicher”.
Hinweis: Domröses Lagebild („relativ sicher”) steht in deutlicher Spannung zu Petersmanns „Hoffnungslosigkeit / schlechte Sicherheitslage” und Zerbins Beschreibung anhaltender Unsicherheit.