Bridge the Gap.

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Bewertung Frage 10 — Regionale Absprachen S. 8–9

Korruption als Überlebensmodus: Mohnanbau, „gemietete” Check-Points, Benzin & Öl als Währung

Originalstelle
„Bestes Beispiel: Mohn – und Drogenanbau. WIR, die NATO, sahen es, schritten aber nicht ein: Das wäre als Überschreitung des Mandats - mission creep - verstanden worden. Der „Dorfpolizist” schritt nicht ein, weil es sein Leben gekostet hätte und so weiter. Man konnte sich auch einen Grenzposten oder Check-Point „mieten” – der örtliche afghanische Führer besserte so sein Konto auf. Ismael Khan, DER Herrscher im Raum HERAT, soll das gefördert haben. Auch Gouverneur Atta im Norden sagte man ähnliche Geschäfte nach. Schließlich Benzin & Öl. Das war faktisch die wichtigste Währung und alle Afghanen und Nachbarländer machten da mit.“

Quelle: Ausschuss-Drs. 20(27)99, S. 8–9 (Original, neues Fenster)

Beim Mohn- und Drogenanbau habe die NATO nicht eingegriffen, weil dies als „mission creep” gegolten hätte; lokale Polizisten hätten dies aus Lebensgefahr nicht getan. Check-Points und Grenzposten habe man „mieten” können; namentlich Ismael Khan im Raum Herat und Gouverneur Atta im Norden hätten solche Geschäfte gefördert. Benzin und Öl seien faktisch die wichtigste Währung gewesen, an der alle (Afghan:innen und Nachbarländer) mitverdienten.

Thema: Lehren für die Zukunft Akteure: Ismael Khan, Atta Mohammed Noor, NATO Status: entwurf_unbestaetigt

Quelle

Dokument: Stellungnahme „Beurteilung der militärischen Lage” — Lage in Afghanistan zum Zeitpunkt des Doha-Abkommens

Autor:in: Hans-Lothar Domröse

General a.D.; Januar 2008 – Januar 2009 Chef des Stabes im US-geführten ISAF-HQ, Kabul; Dezember 2012 – März 2016 Befehlshaber im NATO Joint Forces Command Brunssum (NLD), u.a. verantwortlich für die NATO-geführte Mission in Afghanistan

Ausschussdrucksache: 20(27)99

Datum: 2022-09-05

Art des Belegs: wörtliches Zitat

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