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Sachverständige:r Frage 4 — Veränderung der Sicherheitslage S. 5 ab März 2021

Sicherheitslage blieb nach Doha-Bekanntwerden und Abzugsentscheidung „unverändert labil”

Originalstelle
„Als das DOHA-Abkommen Mitte März 2021 inhaltlich bekannt wurde, war die Sicherheitslage zunächst unverändert. Auch mit der Bekanntgabe des Abzugstermins und des Einstellens der NATO-Ausbildung blieb die Lage unverändert labil. Die Taliban waren sehr bemüht, ihre Machtübernahme unblutig zu gestalten. Keiner ahnte zu diesem frühen Zeitpunkt, dass Präsident Ghani fliehen und sein Land „kopflos” hinterlassen würde. Auch die Flucht weiterer Regierungsmitglieder, Gouverneure und Generale konnte sich niemand vorstellen.“

Quelle: Ausschuss-Drs. 20(27)99, S. 5 (Original, neues Fenster)

Nach Bekanntwerden des Doha-Abkommens (Mitte März 2021) und nach Bekanntgabe des Abzugstermins blieb die Sicherheitslage unverändert labil; die Taliban hätten sich um eine möglichst unblutige Machtübernahme bemüht. Ghanis spätere Flucht und die Flucht weiterer Regierungsmitglieder und Generäle habe niemand früh geahnt.

Thema: Lageeinschätzung Status: entwurf_unbestaetigt

Quelle

Dokument: Stellungnahme „Beurteilung der militärischen Lage” — Lage in Afghanistan zum Zeitpunkt des Doha-Abkommens

Autor:in: Hans-Lothar Domröse

General a.D.; Januar 2008 – Januar 2009 Chef des Stabes im US-geführten ISAF-HQ, Kabul; Dezember 2012 – März 2016 Befehlshaber im NATO Joint Forces Command Brunssum (NLD), u.a. verantwortlich für die NATO-geführte Mission in Afghanistan

Ausschussdrucksache: 20(27)99

Datum: 2022-09-05

Art des Belegs: wörtliches Zitat

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Hinweis: Domröses Lagebild („relativ sicher”) steht in deutlicher Spannung zu Petersmanns „Hoffnungslosigkeit / schlechte Sicherheitslage” und Zerbins Beschreibung anhaltender Unsicherheit.
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