Bridge the Gap.

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Sachverständige:r Frage 3 — Glaubwürdigkeit der Taliban-Versprechen S. 4–5

Vor Doha: Taliban hielten Absprachen; nach Doha und Abzug nicht mehr durchsetzbar

Originalstelle
„Ich selbst habe in meiner Zeit als Chef des Stabes ISAF mehrfach mit Vertretern der Taliban gesprochen und kann daher sagen: sie haben sich damals immer an die jeweiligen Absprachen gehalten – wohl wissend, dass wir Verstöße hätten ahnden können. Das war nach dem Doha-Abkommen und Abzug der internationalen Truppe NICHT mehr möglich. Insofern waren Zweifel an dem Versprechen der Taliban berechtigt.“

Quelle: Ausschuss-Drs. 20(27)99, S. 4–5 (Original, neues Fenster)

Aus seinen eigenen Taliban-Gesprächen als ISAF-Stabschef wisse Domröse, dass sich die Taliban damals an Absprachen gehalten hätten, auch weil Verstöße hätten geahndet werden können; nach Doha und Abzug sei diese Sanktionsmöglichkeit weggefallen, Zweifel an den Taliban-Versprechen daher berechtigt.

Thema: Taliban Status: entwurf_unbestaetigt

Quelle

Dokument: Stellungnahme „Beurteilung der militärischen Lage” — Lage in Afghanistan zum Zeitpunkt des Doha-Abkommens

Autor:in: Hans-Lothar Domröse

General a.D.; Januar 2008 – Januar 2009 Chef des Stabes im US-geführten ISAF-HQ, Kabul; Dezember 2012 – März 2016 Befehlshaber im NATO Joint Forces Command Brunssum (NLD), u.a. verantwortlich für die NATO-geführte Mission in Afghanistan

Ausschussdrucksache: 20(27)99

Datum: 2022-09-05

Art des Belegs: wörtliches Zitat

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Hinweis: Domröses Lagebild („relativ sicher”) steht in deutlicher Spannung zu Petersmanns „Hoffnungslosigkeit / schlechte Sicherheitslage” und Zerbins Beschreibung anhaltender Unsicherheit.
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