Bridge the Gap.

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Bewertung Kap. 3.3 — Wirkungen S. 21

Unbeabsichtigte negative Wirkungen: zivile Opfer durch Militärschläge, Korruption, Patronage, Verteilungskonflikte

Originalstelle
„Allerdings erzeugten die eingesetzten Mittel im zivilen wie im militärischen Bereich der internationalen Intervention auch unbeabsichtigte, negative Wirkungen. Zu den tragischsten zählen die zahlreichen zivilen Opfer durch internationale Militärschläge. Unzureichendes Wirkungsmonitoring der eingesetzten Mittel begünstigte die Entstehung oder Verstärkung von Abhängigkeiten, Klientel- und Patronagestrukturen sowie Korruption und die Herausbildung von Verteilungskonflikten zwischen Gruppen, die Zugang zu internationalen Fördergeldern hatten und jenen Menschen, die davon ausgeschlossen blieben. Das für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit postulierte Handlungsprinzip des „Do-no-harm“ zur Vermeidung oder Reduzierung unbeabsichtigter, negativer Wirkungen stieß in vielen Bereichen der Intervention an seine Grenzen.“

Quelle: Drs. 20/10400, S. 21 (Original, neues Fenster)

Die eingesetzten Mittel hätten, zivil wie militärisch, auch unbeabsichtigte negative Wirkungen erzeugt: zahlreiche zivile Opfer durch internationale Militärschläge; durch unzureichendes Wirkungsmonitoring befördert wurden Abhängigkeiten, Klientel- und Patronagestrukturen, Korruption sowie Verteilungskonflikte zwischen geförderten und ausgeschlossenen Gruppen. Das „Do-no-harm“-Prinzip der deutschen Entwicklungszusammenarbeit stieß in vielen Bereichen an seine Grenzen.

Thema: Humanitäre Lage Status: entwurf_unbestaetigt

Quelle

Dokument: Zwischenbericht der Enquete-Kommission „Lehren aus Afghanistan für das künftige vernetzte Engagement Deutschlands“

Drucksache: 20/10400

Fundstelle: S. 21 (Dokument insgesamt S. i–24 (PDF-Seiten 119–146 des Gesamt-PDFs des Abschlussberichts))

Art des Belegs: wörtliches Zitat

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