Bridge the Gap.

← NATO & Bündnis

Empfehlung Frage 3 — NATO/GSVP-Arbeitsteilung S. 6

Sicherheitsordnung mit komplementären Stärken von NATO und EU; Abhängigkeit von USA langfristig überwinden

Originalstelle
„In dieser Konstellation bietet es sich für Deutschland an, auf eine Sicherheitsordnung hinzuarbeiten, die die komplementären Stärken von NATO und EU nutzt, dabei aber die kurz- und mittelfristige Abhängigkeit von den USA in Rechnung stellt und langfristig zu überwinden sucht.“

Quelle: Drs. KOM-Drs-20-28-61, S. 6 (Original, neues Fenster)

Deutschland solle auf eine Sicherheitsordnung hinarbeiten, die die komplementären Stärken von NATO und EU nutze, die kurz- und mittelfristige US-Abhängigkeit anerkenne und langfristig zu überwinden suche. Die militärische Handlungsfähigkeit solle dabei eng an die NATO angelehnt sein.

Thema: NATO & Bündnis Status: entwurf_unbestaetigt

Quelle

Dokument: Stellungnahme — Antworten zum Fragenkatalog der Clustergruppe 3 „Internationale Steuerung/Koordinierung/Einbindung“ der Enquete-Kommission „Lehren aus Afghanistan für das künftige vernetzte Engagement Deutschlands“

Autor:in: Dr. Dirk Peters

PRIF – Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung

Drucksache: KOM-Drs-20-28-61

Datum: 2024-09-02

Art des Belegs: wörtliches Zitat

Weiteres aus derselben Quelle

Sachverständige:r Frage 1 — Herausforderungen internationaler Kriseneinsätze S. 1

Unterschiedliche Interessen und Traditionen erschweren bereits die Lagebeurteilung vor einem Einsatz

Schon vor Einsatzbeginn bestehe die zentrale Herausforderung in unterschiedlichen sicherheitspolitischen Interessen und Traditionen der teilnehmenden Staaten; sie erschwerten bereits die gemeinsame Lagebeurteilung und führten zu Kompromissen bei Zielen und Mitteln, die der Wirksamkeit schaden könnten.

Thema: NATO & Bündnis enquete_gutachten\peters.json
Sachverständige:r Frage 1 — Herausforderungen internationaler Kriseneinsätze S. 1

Im Verlauf eines Einsatzes droht ein „Interessendrift“ zwischen den Beteiligten

Im Verlauf eines Einsatzes drohten die Interessen der beteiligten Regierungen auseinanderzudriften, besonders wenn sich anfängliche Erwartungen nicht erfüllten und der unmittelbare Handlungsdruck nachlasse. Den Einsatz dann effektiv fortzuführen oder geordnet zu beenden, könne außerordentlich schwierig sein.

Thema: NATO & Bündnis enquete_gutachten\peters.json
Sachverständige:r Frage 1 — Herausforderungen internationaler Kriseneinsätze S. 1–2

Nationale Vorbehalte („Caveats“) erschweren die militärische Führung erheblich

Nationale Vorbehalte („Caveats“), oft an parlamentarische Zustimmung geknüpft, beschränkten den Einsatz von Streitkräften stärker als das internationale Mandat und erschwerten die militärische Führung erheblich, weil neben Mandat und operationalen Notwendigkeiten immer auch die jeweiligen nationalen Einschränkungen berücksichtigt werden müssten.

Thema: NATO & Bündnis enquete_gutachten\peters.json
Sachverständige:r Frage 1 — Herausforderungen internationaler Kriseneinsätze S. 2

Unabhängige Evaluation und Verstetigung von „lessons learned“ sind bei internationalen Einsätzen besonders schwierig

Die unabhängige Evaluation internationaler Einsätze sei durch militärische Geheimhaltung und Misstrauen gegenüber externen Evaluatoren erschwert; auch die Verstetigung von „lessons learned“ sei schwierig, und Ad-hoc-Koalitionen trifft das stärker als organisationsgetragene Einsätze.

Thema: Lehren für die Zukunft enquete_gutachten\peters.json
Sachverständige:r Frage 1 — Herausforderungen internationaler Kriseneinsätze S. 2

Zielkonflikt zwischen Größe (Legitimität, Kosten) und Kohärenz (weniger Reibung) einer Einsatzkoalition

Es bestehe ein Zielkonflikt zwischen Größe (Legitimität, Kosteneinsparung) und Kohärenz (weniger Interessendivergenz) einer Einsatzkoalition; eng verbundene Staaten (etwa NATO-Mitglieder mit gemeinsamer Allied Joint Doctrine sowie gemeinsamer Ausbildung) könnten viele Probleme abfedern.

Thema: NATO & Bündnis enquete_gutachten\peters.json