Bridge the Gap.

← Lehren für die Zukunft

Empfehlung 5.2 Lehren S. 47–48

Empfehlung: zyklische Risikoanalysen zu legalen und illegalen Wirtschaftsakteuren in der Missionsplanung

Originalstelle
„Dringend notwendig sind Maßnahmen, die in Deutschland getroffen werden können: • Fortgesetzte bzw. zyklische Risikoanalysen als integrierter Bestandteil der Missionsplanung bezüglich der relevanten ökonomischen Akteure (wie sie hier für die Drogenökonomie aufgeführt wurden) sollten durchgeführt werden: Profitieren die ‚richtigen‘ Partner gegenüber den ‚problematischen‘ relativ mehr oder werden letztere prägend für den Prozess der Stabilisierung oder des Staatsaufbaus? • Generell sollten wirtschaftliche Strukturen, seien sie legal oder illegal, in zukünftigen Einsätzen besser in der Missionsplanung berücksichtigt werden.“

Quelle: Gutachten Florian Kuehn: Drogenökonomie Afghanistan 2001–2021 (Enquete-Kommission), S. 47–48 (Original, neues Fenster)

Empfohlen werden zyklische Risikoanalysen als integrierter Bestandteil der Missionsplanung, die fragen, ob die ‚richtigen' gegenüber den ‚problematischen' Partnern profitieren. Insbesondere Rentiersstrukturen müssten besser berücksichtigt werden, weil deren Profiteure kein Interesse an Veränderung haben.

Thema: Lehren für die Zukunft Status: entwurf_unbestaetigt

Quelle

Dokument: Gutachten Florian Kuehn: Drogenökonomie Afghanistan 2001–2021 (Enquete-Kommission)

Autor:in: Florian P. Kühn

Politikwissenschaftler, Universität Bayreuth (Sachverständiger der Enquete-Kommission)

Datum: 2024-02-08

Art des Belegs: sinngemäße Wiedergabe (Paraphrase)

Weiteres aus derselben Quelle

Sachverständige:r Executive Summary S. 3

Deutschland verhielt sich gegenüber der Drogenökonomie sehr zurückhaltend

Deutschland habe sich gegenüber der Drogenökonomie sehr zurückhaltend verhalten und sich darauf zurückgezogen, dass dafür im Lead-Nation-Konzept das Vereinigte Königreich bzw. die afghanische Regierung zuständig seien.