Lehre: in Allianzen haben sich alle hinter den USA versteckt, gemeinsame Verfahren nötig
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„„In der Afghanistanintervention haben sich alle Akteure hinter den USA versteckt und in deren Fahrwasser Policies mitgetragen, die sich als falsch, kontraproduktiv und obendrein rechtlich zweifelhaft erwiesen haben.“
In der Allianz hätten sich alle Akteure hinter den USA ‚versteckt' und Policies mitgetragen, die sich als falsch, kontraproduktiv und rechtlich zweifelhaft erwiesen hätten. Sinnvoll wären gemeinsame diplomatische Verfahren zur besseren Policy-Abstimmung.
Deutschland habe sich gegenüber der Drogenökonomie sehr zurückhaltend verhalten und sich darauf zurückgezogen, dass dafür im Lead-Nation-Konzept das Vereinigte Königreich bzw. die afghanische Regierung zuständig seien.
Die wirtschaftlichen Verwerfungen der Intervention hätten den Aufbau staatlicher Rentiersstrukturen begünstigt, die von illegalen Drogenrentiersstrukturen gespiegelt worden seien.
Empfohlen werden ein institutionelles Gedächtnis für künftige Einsätze, ein internationaler Lernprozess auf diplomatischem Weg sowie klar definierte und fair geteilte Verantwortung in multilateralen Einsätzen.
Die Opiumökonomie sei nicht durch die Intervention ab 2001 verursacht, aber die Interventionspolitik habe Bedingungen geschaffen, die sie häufig begünstigt hätten; günstige Bedingungen reichten bis vor 1979 zurück.
Thema: Lehren für die Zukunftvor 1973 bis 2021enquete_gutachten\kuehn-drogenoekonomie.json
Der weitaus größte Teil der Wertsteigerung des Opiums entstehe auf dem Transportweg und im Konsumland; bei den afghanischen Bauern kämen nur 1–2 Prozent des Straßenverkaufswerts an.