Bridge the Gap.

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Sachverständige:r 3.5 Wandel der Wahrnehmung S. 34

Quantitativer Zusammenhang zwischen Gewalt und Drogenökonomie nicht belegbar

Originalstelle
„Abbildung 16: Opferzahlen in Afghanistan im Verhältnis zum Opiumanbau Die Abbildungen 16 und 17 zeigen jedoch, dass sich ein solcher quantitativer Zusammenhang nicht belegen lässt. Die Bezugszahlen sind vor allem die eigenen, d.h. westlichen Todes- und Verletztenzahlen, die, sofern sie anstiegen, Sorgen über die Finanzierung des Aufstandes hervorriefen. Die Sicherheitslage insgesamt in Afghanistan, wobei die Opferzahlen der ANA und im weiteren Kriegsverlauf auch der ANP diejenigen der westlichen Truppen weit überstiegen und über die Jahre beinah linear anstiegen, spielte keine Rolle.“

Quelle: Gutachten Florian Kuehn: Drogenökonomie Afghanistan 2001–2021 (Enquete-Kommission), S. 34 (Original, neues Fenster)

Trotz politischer Annahmen ließe sich quantitativ kein Zusammenhang zwischen Anstieg der Gewalt ab 2006 und Konjunkturen der Drogenökonomie belegen; relevant für Policy-Konsequenzen waren vor allem westliche Opferzahlen, nicht jene der ANA und ANP oder der Zivilbevölkerung.

Thema: Lehren für die Zukunft Status: entwurf_unbestaetigt

Quelle

Dokument: Gutachten Florian Kuehn: Drogenökonomie Afghanistan 2001–2021 (Enquete-Kommission)

Autor:in: Florian P. Kühn

Politikwissenschaftler, Universität Bayreuth (Sachverständiger der Enquete-Kommission)

Datum: 2024-02-08

Art des Belegs: sinngemäße Wiedergabe (Paraphrase)

Weiteres aus derselben Quelle

Sachverständige:r Executive Summary S. 3

Deutschland verhielt sich gegenüber der Drogenökonomie sehr zurückhaltend

Deutschland habe sich gegenüber der Drogenökonomie sehr zurückhaltend verhalten und sich darauf zurückgezogen, dass dafür im Lead-Nation-Konzept das Vereinigte Königreich bzw. die afghanische Regierung zuständig seien.