Bridge the Gap.

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Sachverständige:r 3.1 Problemdiagnosen S. 23

Sprayen, fehlende Koordination und ungewollte Spill-over verschoben Anbau statt ihn zu reduzieren

Originalstelle
„Speziell der politische Druck, durch Sprayen Ernten zu vernichten habe starken Widerstand bei Alliierten (insbesondere dem Vereinigten Königreich, vgl. Kapitel 5.1.3) und der afghanischen Regierung ausgelöst und damit mehr politischen Schaden angerichtet als operativ der Nutzen gewesen sei; Erntevernichtung sei nicht mit Ersatzprogrammen koordiniert worden, so dass Produzenten, deren Ernten vernichtet wurden, keine Möglichkeiten alternativer Einkommen gehabt hätten. Programme zur alternativen Entwicklung hätten zur Verdrängung von Lohnarbeitern in der Opiumagrarsparte geführt und auch den Anbau in Regionen verschoben, wo solche Programme nicht bestanden.“

Quelle: Gutachten Florian Kuehn: Drogenökonomie Afghanistan 2001–2021 (Enquete-Kommission), S. 23 (Original, neues Fenster)

Politischer Druck zum Sprayen habe besonders bei Briten und der afghanischen Regierung Widerstand ausgelöst; Erntevernichtung sei nicht mit Ersatzprogrammen koordiniert worden, alternative Entwicklungsprogramme hätten den Anbau in andere Regionen verschoben, und Bewässerungsprogramme hätten ungewollt zur Verbreitung des Opiumanbaus beigetragen.

Thema: Lehren für die Zukunft Status: entwurf_unbestaetigt

Quelle

Dokument: Gutachten Florian Kuehn: Drogenökonomie Afghanistan 2001–2021 (Enquete-Kommission)

Autor:in: Florian P. Kühn

Politikwissenschaftler, Universität Bayreuth (Sachverständiger der Enquete-Kommission)

Datum: 2024-02-08

Art des Belegs: zusammenfassung_beleg

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