Bridge the Gap.

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Bewertung 2.1 Entwicklung und Trends S. 15–16

US-Narrativ vom drogenfinanzierten Taliban-Aufstand sei aus politischen Gründen verstärkt worden

Originalstelle
„Allerdings gibt es Gründe, warum dieses Argument so stark geworden sein könnte: Erstens funktionierte es, um die Taliban zu dämonisieren; zweitens lenkte es von der Frage ab, über welche Finanzierung die Taliban (und, im weiteren Sinne der Annahmen, beide seien letztlich identisch, Al-Qaida) stattdessen verfügten (etwa aus den Golfstaaten, durch Abschöpfen von Transportgebühren auch von Gütertransporten der USA aus Pakistan, Besteuerung und Spenden). Drittens erlaubte es, die Welt einzuteilen in Feinde und Kooperationspartner, während die Wirklichkeit unvergleichlich komplexer und die Profitstrukturen erheblich verschachtelter waren.“

Quelle: Gutachten Florian Kuehn: Drogenökonomie Afghanistan 2001–2021 (Enquete-Kommission), S. 15–16 (Original, neues Fenster)

Das US-Narrativ, die Taliban erzielten einen erheblichen Anteil ihrer Finanzierung aus Opium, sei trotz schwacher Datenlage stark geworden, weil es die Taliban dämonisiert, von anderen Finanzierungsquellen abgelenkt und ein einfaches Feindbild ermöglicht habe. Dabei sei die Wirklichkeit ‚unvergleichlich komplexer‘ gewesen.

Thema: Lehren für die Zukunft Status: entwurf_unbestaetigt

Quelle

Dokument: Gutachten Florian Kuehn: Drogenökonomie Afghanistan 2001–2021 (Enquete-Kommission)

Autor:in: Florian P. Kühn

Politikwissenschaftler, Universität Bayreuth (Sachverständiger der Enquete-Kommission)

Datum: 2024-02-08

Art des Belegs: sinngemäße Wiedergabe (Paraphrase)

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