Intervention begünstigte staatliche Rentiersstrukturen, die von illegalen Drogenrentiersstrukturen gespiegelt wurden
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„„Gleichwohl begünstigten die durch die Intervention verursachten wirtschaftlichen Verwerfungen den Aufbau solider staatlicher Rentiersstrukturen, die von den illegalen Drogenrentiersstrukturen gespiegelt wurden.“
Die wirtschaftlichen Verwerfungen der Intervention hätten den Aufbau staatlicher Rentiersstrukturen begünstigt, die von illegalen Drogenrentiersstrukturen gespiegelt worden seien.
Deutschland habe sich gegenüber der Drogenökonomie sehr zurückhaltend verhalten und sich darauf zurückgezogen, dass dafür im Lead-Nation-Konzept das Vereinigte Königreich bzw. die afghanische Regierung zuständig seien.
Empfohlen werden ein institutionelles Gedächtnis für künftige Einsätze, ein internationaler Lernprozess auf diplomatischem Weg sowie klar definierte und fair geteilte Verantwortung in multilateralen Einsätzen.
Die Opiumökonomie sei nicht durch die Intervention ab 2001 verursacht, aber die Interventionspolitik habe Bedingungen geschaffen, die sie häufig begünstigt hätten; günstige Bedingungen reichten bis vor 1979 zurück.
Thema: Lehren für die Zukunftvor 1973 bis 2021enquete_gutachten\kuehn-drogenoekonomie.json
Der weitaus größte Teil der Wertsteigerung des Opiums entstehe auf dem Transportweg und im Konsumland; bei den afghanischen Bauern kämen nur 1–2 Prozent des Straßenverkaufswerts an.
Im Spitzenjahr 2007 habe der in Afghanistan realisierte Opium-Exportwert ca. 4 Mrd. US-Dollar betragen, etwa 53 Prozent des Bruttonationalprodukts; etwa ein Viertel davon (rund 1 Mrd. US-Dollar) sei bei den Bauern verblieben.