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Bewertung Kap. 8.3.2 — Unterauftragsvergaben S. 79–80

Unterauftragsketten verschlangen Mittel: 15–20 % Gemeinkosten pro Subunternehmer, bis zu 50 % insgesamt

Originalstelle
„Im Falle Afghanistans schätzt Waldmann (2008), dass etwa 15 bis 20 Prozent Gemeinkosten pro Subunternehmer und bis zu 50 Prozent der Gesamtkosten durch Kettenverträge entstehen. Mit anderen Worten, für jede ausgegebenen 100 US-Dollar und bei drei Unterauftragnehmern in einer Kette (20 Prozent), blieben 51,20 US-Dollar übrig, um Leistungen zu bezahlen.“

Quelle: Gutachten BICC: Korruption in Afghanistan (Enquete-Kommission), S. 79–80 (Original, neues Fenster)

Unterauftragsketten verschlangen einen Großteil der Gelder: 15–20 % Gemeinkosten pro Subunternehmer, bis zu 50 % der Gesamtkosten. Bei 100 US-Dollar und drei Sub-Auftragnehmern blieben nur 51,20 US-Dollar für tatsächliche Leistungen. Folgen: minderwertige Materialien, ungelernte Arbeiter, Verzögerungen. Ein Extremfall: BMZ→DO→deutsche Firma→türkische Baufirma→Großfirma Kabul→Baufirma Kundus→Tagelöhner, wobei jede Stufe nahm ~10 %. Bei deutschen Projekten dürften 20–40 % Gemeinkosten pro Projekt anfallen.

Thema: Lehren für die Zukunft Status: entwurf_unbestaetigt

Quelle

Dokument: Gutachten BICC: Korruption in Afghanistan (Enquete-Kommission)

Autor:in: Conrad Schetter, Susanne Schmeidl, Timor Sharan, Rodrigo Bolaños Suárez, Boubacar Haidara (mit Gesa Himmelstoß und Constantino Vendra)

Bonn International Centre for Conflict Studies (BICC) — wissenschaftliches Gutachten im Auftrag des Deutschen Bundestags / der Enquete-Kommission „Lehren aus Afghanistan für das künftige vernetzte Engagement Deutschlands”

Datum: 2024-08-15

Art des Belegs: wörtliches Zitat

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