Bridge the Gap.

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Bewertung Kap. 8.1 — Patronage-Größenordnung S. 75

Schätzung: 35–50 % der Hilfsgelder im Interesse einer kleinen Elite, analog 2,7–3,9 Mrd. US-Dollar deutscher ODA

Originalstelle
„So sollen etwa 35 bis 50 Prozent der Hilfsgelder in Afghanistan entsprechend den Interessen einer kleinen Elite verwendet worden sein. Würde man diesen Korridor auf die deutschen ODA-Mittel in Höhe von 7,775 Milliarden US-Dollar während des gesamten Kriseneinsatzes in Afghanistan anwenden, würde dies bedeuten, dass ein Betrag von 2,721 Milliarden US-Dollar bis 3,887 Milliarden US-Dollar zur Stützung gewisser Patronage-Netzwerke verwendet wurde.“

Quelle: Gutachten BICC: Korruption in Afghanistan (Enquete-Kommission), S. 75 (Original, neues Fenster)

Schätzungen zufolge wurden 35–50 % der Hilfsgelder in Afghanistan im Interesse einer kleinen Elite verwendet (40 % aufgrund von Korruption und Misswirtschaft verloren, 30 % gezielt an Klientelnetzwerke, 30 % an Empfänger ohne politische Befangenheit, laut afghanischem Finanzministerium). Auf die deutschen ODA-Mittel (7,775 Mrd. US-Dollar) übertragen: 2,7–3,9 Mrd. US-Dollar Stützung von Patronagenetzwerken. Dies bedeutet aber nicht zwangsläufig Korruption: Patronage-Projekte können auch erfolgreich gewesen sein.

Thema: Verantwortung & Konsequenzen Status: entwurf_unbestaetigt

Quelle

Dokument: Gutachten BICC: Korruption in Afghanistan (Enquete-Kommission)

Autor:in: Conrad Schetter, Susanne Schmeidl, Timor Sharan, Rodrigo Bolaños Suárez, Boubacar Haidara (mit Gesa Himmelstoß und Constantino Vendra)

Bonn International Centre for Conflict Studies (BICC) — wissenschaftliches Gutachten im Auftrag des Deutschen Bundestags / der Enquete-Kommission „Lehren aus Afghanistan für das künftige vernetzte Engagement Deutschlands”

Datum: 2024-08-15

Art des Belegs: wörtliches Zitat

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