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Sachverständige:r Kap. 5.1.3 — Polizeiaufbau Deutschland S. 38 2002–2021

Deutschland als Lead Nation Polizeiaufbau: bis 2007 nur ~12 Mio. Euro pro Jahr, als vollkommen unzureichend bewertet

Originalstelle
„Im Februar 2002 richtete Deutschland das deutsche Polizeiprojektbüro in Kabul ein und begann mit dem Aufbau einer Polizeiakademie (SIGAR 22-23-LLP, 2022, S. 44). Dies wurde 2007 in das German Police Project Team (GPPT) umbenannt. Das von Deutschland vorgeschlagene Budget für den Polizeiaufbau belief sich bis 2007 jährlich im Schnitt auf 12 Millionen Euro, was aufgrund eines Missverständnisses über das Mandat der Lead Nation für den Polizeiaufbau vollkommen unzureichend für diese Aufgabe war.“

Quelle: Gutachten BICC: Korruption in Afghanistan (Enquete-Kommission), S. 38 (Original, neues Fenster)

Als Lead Nation für den Polizeiaufbau (ab 2002, ab 2007 GPPT) stellte Deutschland bis 2007 jährlich im Schnitt nur ca. 12 Mio. Euro bereit, aufgrund eines Missverständnisses über das Mandat. Dies wird als „vollkommen unzureichend” bewertet. Das BMI verausgabte 2013–2021 rund 61 Mio. Euro plus 36 Mio. Euro für auslandsbedingte Mehrkosten der entsandten Polizeikräfte. Der deutsche Ansatz (zivile Polizei, rechtsstaatlich) galt im Vergleich zum US-Modell (schnelle Terrorismusbekämpfung-Ausbildung) als „zu langsam und zu schwerfällig”.

Thema: Ressortabstimmung Akteure: GPPT, BMI Status: entwurf_unbestaetigt

Quelle

Dokument: Gutachten BICC: Korruption in Afghanistan (Enquete-Kommission)

Autor:in: Conrad Schetter, Susanne Schmeidl, Timor Sharan, Rodrigo Bolaños Suárez, Boubacar Haidara (mit Gesa Himmelstoß und Constantino Vendra)

Bonn International Centre for Conflict Studies (BICC) — wissenschaftliches Gutachten im Auftrag des Deutschen Bundestags / der Enquete-Kommission „Lehren aus Afghanistan für das künftige vernetzte Engagement Deutschlands”

Datum: 2024-08-15

Art des Belegs: wörtliches Zitat

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