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Sachverständige:r Kap. 3 — Kontextualisierung S. 16 19. Jh. – 1979

Afghanistans Rentierstaat-Tradition seit dem 19. Jahrhundert; 1956–73 stammten 80 % der Investitionen aus ausländischen Zuschüssen

Originalstelle
„Das „Große Spiel“ (Great Game) zwischen Britisch Indien und Russland führte seit dem späten 19. Jahrhundert zur Schaffung eines „Rentierstaates“, in dem ausländische Hilfe den afghanischen Staat in hohem Maße subventionierte. … Zwischen 1956 und 1973 machten ausländische Zuschüsse und Kredite 80 Prozent der afghanischen Investitions- und Entwicklungsausgaben aus (Rubin, 2002, S. 65).“

Quelle: Gutachten BICC: Korruption in Afghanistan (Enquete-Kommission), S. 16 (Original, neues Fenster)

Afghanistan sei seit dem späten 19. Jh. ein Rentierstaat, dessen Machthaber sich auf externe Einnahmequellen verließen. Zwischen 1956 und 1973 hätten ausländische Zuschüsse und Kredite 80 % der afghanischen Investitions- und Entwicklungsausgaben ausgemacht (Rubin 2002). Die Patronagestrukturen verfestigten sich im Krieg ab 1979, als Sowjets die Kommunisten und westliche und regionale Akteure (Pakistan, Iran, Saudi-Arabien) verschiedene dschihadistische Gruppen förderten.

Thema: Lehren für die Zukunft Status: entwurf_unbestaetigt

Quelle

Dokument: Gutachten BICC: Korruption in Afghanistan (Enquete-Kommission)

Autor:in: Conrad Schetter, Susanne Schmeidl, Timor Sharan, Rodrigo Bolaños Suárez, Boubacar Haidara (mit Gesa Himmelstoß und Constantino Vendra)

Bonn International Centre for Conflict Studies (BICC) — wissenschaftliches Gutachten im Auftrag des Deutschen Bundestags / der Enquete-Kommission „Lehren aus Afghanistan für das künftige vernetzte Engagement Deutschlands”

Datum: 2024-08-15

Art des Belegs: wörtliches Zitat

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