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Feststellung Teil 2, Kap. 6, Abschnitt 2.2 — Evakuierungszeitpunkt S. 487

„Trigger oder Automatismen kaum zu entwickeln”; Abwägung über Botschaftsschließung fiel auf politischer Ebene

Originalstelle
„Aufgrund der besonderen Bedeutung der DEU AV KABUL und den zahlreichen Faktoren, die die Lageentwicklung beeinflussen werden (Prognoseelement), werden Trigger oder Automatismen kaum zu entwickeln sein.“

Quelle: Drs. 20/14700, S. 487 (Original, neues Fenster)

Der Vermerk zur Kurzberatung stellte fest, dass „Trigger oder Automatismen” für die Frage, ob der Botschaftsbetrieb fortgesetzt werden könne, „kaum zu entwickeln” seien. Dr. Jokisch beschrieb dies als ständige Abwägungsentscheidung zwischen Sicherheitslage und politischen Interessen. Klare Schließungsszenarien waren ein Bürgerkrieg in Kabul oder eine Taliban-Machtübernahme. Die Entscheidung fiel laut Jokisch „sogar der Minister”, also auf höchster politischer Ebene; „politische Kosten” einer Schließung waren mitzubedenken.

Thema: Krisenvorsorge & Evakuierungsplanung Akteure: Dr. Jokisch, Zeidler, Auswärtiges Amt Status: entwurf_unbestaetigt

Quelle

Dokument: Abschlussbericht des 1. Untersuchungsausschusses (Afghanistan), 20. Wahlperiode

Drucksache: 20/14700

Fundstelle: S. 487 (Dokument insgesamt S. 468–507)

Art des Belegs: wörtliches Zitat

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