Bridge the Gap.

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Winfried Nachtwei

In 2 Aussagen genannt.

Sondervotum Replik Nachtwei/Mielke/Schröder zu Sondervotum 3.5 S. 23–24

Replik Nachtwei, Mielke und Schröder: OEF-Operationsführung beförderte Aufstandsbewegung; die Bundesregierung verweigerte jede Aussage

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„Für Bundestagsabgeordnete, die mehrfach dem OEF-Mandat zugestimmt hatten, verdichteten sich bei Vor-Ort-Begegnungen mit deutschen ISAF-Offizieren …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Für Bundestagsabgeordnete, die mehrfach dem OEF-Mandat zugestimmt hatten, verdichteten sich bei Vor-Ort-Begegnungen mit deutschen ISAF-Offizieren, zivilen Afghanistan-Experten und afghanischen Parlamentariern über die Jahre Hinweise, dass OEF durch die Art des Auftretens gegenüber der Zivilbevölkerung (mangelnder Respekt vor einheimischen Werten) und die Art und Weise der Operationsführung (oft exzessiver Waffeneinsatz und weniger Rücksicht auf Zivilopfer) die Aufstandsbewegung teilweise mehr beförderte als eindämmte. … Dass sich die genannten kontraproduktive Wirkungen von OEF-Operationen trotz vieler Berichte von Einsatzkräften „schwerlich empirisch belegen“ ließen, wurde dadurch befördert, dass verschiedene Bundesregierungen dazu jede Aussage verweigerten und das Thema in großen Teilen der Politik tabuisiert wurde.“

Quelle: Drs. 20/10400, S. 23–24 (Original, neues Fenster)

Die Sachverständigen Nachtwei, Mielke und Schröder erwidern: Über Jahre hätten sich aus Vor-Ort-Begegnungen Hinweise verdichtet, dass OEF durch mangelnden Respekt vor einheimischen Werten und exzessiven Waffeneinsatz die Aufstandsbewegung teilweise mehr beförderte als eindämmte. Auch US-General McChrystal habe 2009 unter „COIN Mathematics“ das Risiko thematisiert, dass Kill-Operationen mehr Aufständische produzieren. Die fehlende empirische Belegbarkeit sei dadurch befördert worden, dass Bundesregierungen jede Aussage verweigerten und das Thema in der Politik tabuisiert wurde.

Hinweis: Replik auf Sondervotum; keine gemeinsame Position der Kommission.
Thema: Lehren für die Zukunft Akteure: Winfried Nachtwei, Katja Mielke, Ursula Schröder, Stanley McChrystal… enquete\zwischenbericht-bewertungen.json
Sondervotum Kap. 4.1.7.1 — Replik zu Masala/Ramms/Vollmer S. 80–81

Replik Nachtwei u.a.: „War on Terror“ scheiterte in Afghanistan strategisch

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„Ziel der internationalen Antiterror-Koalition in Afghanistan war über die Bekämpfung von Al Qaida hinaus die Bekämpfung aller Formen des Terrorismus …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Ziel der internationalen Antiterror-Koalition in Afghanistan war über die Bekämpfung von Al Qaida hinaus die Bekämpfung aller Formen des Terrorismus und ihrer Nährböden. Das gelang nicht, im Gegenteil. Laut Bericht des US-Verteidigungsministeriums an den Kongress im Juni 2017 gab es mit 20 Aufständischen- und Terrorgruppen in der Region Afghanistan-Pakistan die höchste Konzentration von extremistischen und Terrorgruppen weltweit.“

Quelle: Drs. 20/10400, S. 80–81 (Original, neues Fenster)

Die Replik der Sachverständigen Nachtwei, Geis, Mielke, Schröder sowie Abg. Gambir und Krämer (Bündnis 90/Die Grünen) widerspricht: Ziel der Antiterror-Koalition war die Bekämpfung aller Formen des Terrorismus und ihrer Nährböden. Das gelang nicht. Laut US-Verteidigungsministerium 2017 gab es in der Region Afghanistan-Pakistan die höchste Konzentration extremistischer Gruppen weltweit. Laut Global Terrorism Index war Afghanistan 2017–2021 das Land mit den bei weitem meisten Terrortoten. „Der ‚War on Terror‘ scheiterte in Afghanistan strategisch.“

Hinweis: Replik einzelner Sachverständiger und Abgeordneter; kein gemeinsamer Befund der Kommission.
Thema: Lehren für die Zukunft Akteure: Winfried Nachtwei, Bündnis 90/Die Grünen, UNAMA enquete\zwischenbericht-projektgruppen-1.json