Bridge the Gap.

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Vereinigtes Königreich

In 3 Aussagen genannt.

Sachverständige:r 3.4 Bündnis- und Institutionendynamiken S. 32–33

Deutschland war in der NATO wegen Caveats und Irak-Distanz marginalisiert

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„Inder politischen Logik der NATO führte das beinah zu einer Marginalisierung: Die wesentlichen Policy-Entscheidungen wurden in den USA, bestenfalls …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Inder politischen Logik der NATO führte das beinah zu einer Marginalisierung: Die wesentlichen Policy-Entscheidungen wurden in den USA, bestenfalls noch nach Konsultation mit dem vereinigten Königreich, getroffen; wegen der Caveats, aber auch wegen des Widerstands gegen den Irakkrieg, galt Deutschlands Position auch in der Operationalisierung wenig. Trotz phasenweiser Teilnahme an Missionen der OEF blieb Deutschland auf die ihrerseits schwache ISAF-Mission begrenzt.“

Quelle: Gutachten Florian Kuehn: Drogenökonomie Afghanistan 2001–2021 (Enquete-Kommission), S. 32–33 (Original, neues Fenster)

Die wesentlichen Policy-Entscheidungen seien in den USA, allenfalls nach Konsultation mit dem UK, getroffen worden; wegen Caveats und Widerstand gegen den Irakkrieg habe Deutschlands Position auch operativ wenig gegolten. Trotz phasenweiser OEF-Teilnahme blieb Deutschland auf die schwache ISAF-Mission begrenzt.

Thema: NATO & Bündnis Akteure: Bundesregierung, USA, Vereinigtes Königreich, NATO enquete_gutachten\kuehn-drogenoekonomie.json
Bewertung 3.4 Bündnis- und Institutionendynamiken S. 33

Lead Nation-Konzept führte zur Kompartmentalisierung; Deutschland verwies pauschal auf UK-Zuständigkeit für Drogen

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„„Statt das Lead Nation-Konzept als primus inter pares (Erster unter Gleichen) zu verstehen, setzte ein exklusives Verständnis für die Verrantwortung …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„„Statt das Lead Nation-Konzept als primus inter pares (Erster unter Gleichen) zu verstehen, setzte ein exklusives Verständnis für die Verrantwortung für die jeweiligen Politikfelder ein, das in beide Richtungen wirkte. […] umgekehrt ließ Deutschland alle Finger von Aspekten, die auch nur entfernt mit Drogen zu tun hatten und verwies auf die ‚Verantwortung‘ Großbritanniens für dieses Politikfeld.“

Quelle: Gutachten Florian Kuehn: Drogenökonomie Afghanistan 2001–2021 (Enquete-Kommission), S. 33 (Original, neues Fenster)

Das Lead-Nation-Konzept sei exklusiv statt koordinierend interpretiert worden: UK habe sich nicht in die deutsche Polizeiausbildung eingemischt, Deutschland habe alle drogenbezogenen Aspekte UK überlassen. Das sei eine Verzerrung des eigentlich kooperativen Konzepts.

Thema: Ressortabstimmung Akteure: Bundesregierung, Vereinigtes Königreich enquete_gutachten\kuehn-drogenoekonomie.json
Sachverständige:r 5.1.3 Maßnahmen S. 44–45

Sprayen wurde von Deutschland abgelehnt; europäisch wegen Agent-Orange-Gedächtnis politisch unmöglich

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„Aber auch dort wurde sehr deutlich das Sprayen, mit Verweis auf eventuelle langfristige Umwelt- und persönliche Schäden durch Pestizide, abgelehnt. …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Aber auch dort wurde sehr deutlich das Sprayen, mit Verweis auf eventuelle langfristige Umwelt- und persönliche Schäden durch Pestizide, abgelehnt. Nicht zuletzt, dass betroffene Produzenten von der Regierung und dem Staatsaufbauprojekt entfremdet würden, galt als Risiko jeder Eradication-Maßnahme. Sprayen schließlich wurde war schon wegen der erwarteten (und erwartbaren) öffentlichen Reaktion als nicht akzeptabel verstanden, denn in Europa war der Spraying- Einsatz von Agent Orange aus Flugzeugen im Vietnam-Krieg ikonographisch noch sehr verankert und würde massive Proteste zur Folge haben.“

Quelle: Gutachten Florian Kuehn: Drogenökonomie Afghanistan 2001–2021 (Enquete-Kommission), S. 44–45 (Original, neues Fenster)

Erntevernichtungsmaßnahmen, insbesondere Spraying mit Glyphosat (in den USA von Rumsfeld und Bush befürwortet), seien von Deutschland abgelehnt worden; in Europa sei das Sprayen schon wegen der Erinnerung an Agent Orange im Vietnamkrieg nicht akzeptabel gewesen.

Thema: Lehren für die Zukunft Akteure: Bundesregierung, USA (Rumsfeld, Bush), Vereinigtes Königreich enquete_gutachten\kuehn-drogenoekonomie.json