Hopp-Nishanka: EZ-Fortschritte konnten militärisches und politisches Scheitern nicht wettmachen
„Jedoch konnten diese Fortschritte, die in den 20 Jahren Afghanistanengagement erreicht wurden, nicht wettmachen, was militärisch und politisch nicht …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Jedoch konnten diese Fortschritte, die in den 20 Jahren Afghanistanengagement erreicht wurden, nicht wettmachen, was militärisch und politisch nicht möglich war und auch nicht erreichen, wofür Entwicklungspolitik keine Zuständigkeit hatte. Nämlich Staatlichkeit und das Gewaltmonopol durchsetzen und eine politische Einigung auf Machtteilung im Rahmen eines Friedensprozesses sowie einen inklusiven und gerechten Gesellschaftsvertrag herbeiführen.“
Dr. Ulrike Hopp-Nishanka, ehemalige stellv. Leiterin des Referats Afghanistan und Pakistan im BMZ, berichtete: Das entwicklungspolitische Engagement sei nachhaltig und wirksam gewesen (BMZ-Verbesserungen bei Lebenserwartung, Schulbesuch, Kindersterblichkeit, Impfraten, Wasserversorgung). EZ könne aber nicht das ersetzen, was militärisch und politisch nicht erreicht wurde. Afghanistan sei ein Generationenprojekt, das strategische Geduld erfordere. Ressortgemeinsames Arbeiten der Bundesregierung sei bis heute von Afghanistan-Erfahrungen geprägt.
Thema: Lehren für die Zukunft
Akteure: Ulrike Hopp-Nishanka, BMZ enquete\zwischenbericht-anhoerungen.json