Bridge the Gap.

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Tony Blair (UK)

In 2 Aussagen genannt.

Bewertung 3.2 Strategische und operative Probleme S. 26

Tony Blairs Ziel ‚Afghanistan in 10 Jahren opiumfrei' war unrealistisch und kontraproduktiv

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„In den Interviews wurde stets betont, dass wissenschaftlichen Experten wie etwa David Mansfield, der damals die britische Regierung beriet, klar war …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„In den Interviews wurde stets betont, dass wissenschaftlichen Experten wie etwa David Mansfield, der damals die britische Regierung beriet, klar war, dass eine Transformation der Drogenwirtschaft in eine weite Teile der Bevölkerung ernährende legale Produktionswirtschaft eine Generationenaufgabe ist. Vorgaben wie die des britischen Premiers Tony Blair Anfang 2002, Afghanistan solle binnen zehn Jahren opiumfrei sein, stellten deshalb nicht nur eine unrealistische Zielvorgabe für die staatlichen Institutionen dar. Sie waren auch kontraproduktiv insofern, dass sie Fehlallokationen zur Folge hatten, die entwicklungspolitische und sicherheitspolitische Ziele gegeneinander in Stellung brachten.“

Quelle: Gutachten Florian Kuehn: Drogenökonomie Afghanistan 2001–2021 (Enquete-Kommission), S. 26 (Original, neues Fenster)

Tony Blairs Vorgabe Anfang 2002, Afghanistan solle binnen zehn Jahren opiumfrei sein, sei unrealistisch und kontraproduktiv gewesen; sie habe zu Fehlallokationen geführt und entwicklungs- gegen sicherheitspolitische Ziele in Stellung gebracht. Wissenschaftliche Experten hätten Transformation als Generationenaufgabe verstanden.

Thema: Lehren für die Zukunft Anfang 2002 Akteure: Tony Blair (UK), David Mansfield (Berater UK) enquete_gutachten\kuehn-drogenoekonomie.json
Bewertung 3.2 Strategische und operative Probleme S. 26–27

Britische Lead-Nation-Rolle innenpolitisch motiviert: Heroinproblem zuhause auf die Quelle projiziert

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„Berry beschreibt überzeugend, wie die heimische Zielsetzung, gegen die hohen Heroinkonsumentenzahlen in Großbritannien vorzugehen, die Entscheidung …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Berry beschreibt überzeugend, wie die heimische Zielsetzung, gegen die hohen Heroinkonsumentenzahlen in Großbritannien vorzugehen, die Entscheidung beeinflusste, Lead Nation für Anti-Drogenpolitik zu werden. In Tony Blairs Perspektive hatte sich die heimischen Drogen-Reduktionsmaßnahmen als schwierig erwiesen, und so bot die Intervention in Afghanistan eine Gelegenheit, die Drogenproblematik an ihrer Quelle zu adressieren.“

Quelle: Gutachten Florian Kuehn: Drogenökonomie Afghanistan 2001–2021 (Enquete-Kommission), S. 26–27 (Original, neues Fenster)

Die Entscheidung Tony Blairs, Lead Nation für Anti-Drogenpolitik zu werden, sei wesentlich von der britischen Innenpolitik zum Heroinkonsum motiviert gewesen; das übersehe, dass der Konsum in Großbritannien ursächlich nicht mit Afghanistan zusammenhing und Angebotsdefizite global anderswo gedeckt worden wären.

Thema: Lehren für die Zukunft Akteure: Tony Blair (UK) enquete_gutachten\kuehn-drogenoekonomie.json