Tom Koenigs (Bundestagsabgeordneter 2009–2017, Vorsitzender Menschenrechtsausschuss 2009–2013) mahnte: Es müsse eine Einsatz- UND eine Exit-Strategie in jedem Moment geben. Die vier angehörten Parlamentarier (Koenigs, Königshaus, Polenz, Robbe) waren sich einig: Mandate sollten in Zukunft im Bundestag „mit einem gesonderten Gremium begleitet werden“. Polenz schlug einen Sicherheitsausschuss mit Unterausschüssen für einzelne Mandate vor, als Pendant zu einem Nationalen Sicherheitsrat.
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„Die wiederholten Bemühungen der USA, das Land zu verlassen, hatten negative Auswirkungen, weil sie den Afghanen Kurzsichtigkeit einimpften, der Korruption Vorschub leisteten und Anreize für Einzelne schufen, das zu nehmen, was sie kriegen konnten, wenn sie es kriegen konnten, anstatt einen längerfristigen Ansatz zu verfolgen.“
US-General a. D. David H. Petraeus wertete: Die wiederholten US-Abzugsbemühungen hätten den Afghanen Kurzsichtigkeit eingeimpft, der Korruption Vorschub geleistet und Anreize geschaffen, kurzfristig zu nehmen, was zu nehmen war. Trotz Task Forces zur Korruptions- und Drogenbekämpfung seien die Programme auf Dauer nicht nachhaltig gewesen. Tom Koenigs (Leiter UNAMA 2006–2007) ergänzte: „Auf die Frage, ob eigentlich die Taliban oder die Regierung korrupter sind, hat jeder Afghane geantwortet: die Regierung.“