Recker: Vernetzte Sicherheit funktioniert nicht, Hilfsorganisationen verlieren Akzeptanz
„Der Bereich vernetzte Sicherheit: Das funktioniert in meinen Augen einfach nicht. Man kann nicht militärische oder auch polizeiliche Sicherheit und …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Der Bereich vernetzte Sicherheit: Das funktioniert in meinen Augen einfach nicht. Man kann nicht militärische oder auch polizeiliche Sicherheit und Hilfsorganisationen vermengen. Da gibt es ein Problem, gerade in einer Konfliktlage. Die Sicherheit der Hilfsorganisationen wird ganz wesentlich durch Akzeptanz bei der Bevölkerung, aber natürlich auch bei den Konfliktparteien gewährleistet. Wenn die sehen, dass jemand ständig in ein PRT reinläuft oder etwas mit dem Militär macht, dann wird die Akzeptanz unterminiert.“
Stefan Recker, Leiter des Caritas-Büros in Afghanistan, kritisierte das Konzept der vernetzten Sicherheit grundsätzlich. Sicherheit von Hilfsorganisationen werde durch Akzeptanz bei Bevölkerung und Konfliktparteien erreicht. Eine Vermengung mit militärischer oder polizeilicher Sicherheit unterminiere diese Akzeptanz. In PRTs habe von Beginn an eine Dominanz militärischer Interessen geherrscht, aus NGO-Sicht eine „äußerst bedenkliche Unterordnung“ von EZ und humanitärer Hilfe unter sicherheits- und außenpolitische Interessen.