Bridge the Gap.

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RMO

In 2 Aussagen genannt.

Feststellung Teil 2, Kap. 3, Abschnitt 4.1.2 — RMO S. 315–316

RMO der GIZ (seit 2008): zentrale BMZ-Informationsquelle; Field Officer als „Brücke” zur Bevölkerung, Daily Briefing und Color-Coding nach Distrikt

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„Das RMO war im Jahr 2008 in Reaktion auf die zunehmend volatile Sicherheitslage errichtet worden, um spezielle Schutzvorkehrungen für das zivile …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Das RMO war im Jahr 2008 in Reaktion auf die zunehmend volatile Sicherheitslage errichtet worden, um spezielle Schutzvorkehrungen für das zivile Engagement in Afghanistan treffen zu können. … Die Analyseeinheit war dafür zuständig, verschiedene Quellen, immer öffentlich zugängliche Quellen, zu nutzen sowie unser eigenes Netzwerk an Feldassistenten, um daraus Produkte zu entwickeln, Color-Coding zur Gefährdungslage in einzelnen Distrikten; es gab oder es gibt jeden Tag ein Daily Briefing zur aktuellen Sicherheitslage …“

Quelle: Drs. 20/14700, S. 315–316 (Original, neues Fenster)

Das Risk Management Office (RMO) der GIZ wurde 2008 errichtet und war die zentrale Sicherheitsanalyse-Instanz des BMZ. Es unterhielt Provincial RMOs in sechs Projektgebieten (Jalalabad, Herat, Aybak, Masar-i-Scharif, Talogan, Faizabad) und lokale Field Officer als „Brücke” zur Bevölkerung. Die Analyse umfasste Color-Coding nach Distrikt, Daily Briefings und Biweekly Security Reports. Die Lageanalysen wurden im Ressortkreis sowie mit Botschaft, Diensten und AA geteilt.

Thema: Ressortabstimmung Akteure: GIZ, RMO, Dr. Rohschürmann, Dr. Plate abschlussbericht\teil2-kap3-lageentwicklung.json
Feststellung Teil 2, Kap. 3, Abschnitt 4.2.3 — RMO Mai 2021 S. 319

Dr. Rohschürmann (RMO, 01.05.2021): Taliban würden Kabul nach Truppenabzug nicht überrennen können; „Saigon-Szenario” wird oft überzogen ausgemalt

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„Nach dem Truppenabzug werden die Taliban auch nicht die Kapazität haben Kabul zu überrennen. Immerhin kämpfen die afghanischen Truppen seit vier …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Nach dem Truppenabzug werden die Taliban auch nicht die Kapazität haben Kabul zu überrennen. Immerhin kämpfen die afghanischen Truppen seit vier Jahren hauptsächlich allein (wenn auch nicht auf dem Level ausländischer Streitkräfte). In internationalen Sicherheitskreisen wird immer wieder Angst vor einem Saigon-Szenario geschürt. Was dabei in meinen Augen gerne vergessen wird, ist das Saigon auch erst zwei Jahre nach dem Truppenabzug gefallen ist … Eine Handstreicheroberung der Hauptstadt halte ich für extrem unwahrscheinlich.“

Quelle: Drs. 20/14700, S. 319 (Original, neues Fenster)

Der Leiter des RMO in Kabul, Dr. Rohschürmann, hielt am 01.05.2021 in einer E-Mail fest, die Taliban würden nach dem Truppenabzug nicht die Kapazität haben, Kabul zu überrennen. Eine „Handstreicheroberung der Hauptstadt” sei „extrem unwahrscheinlich”. Eine Eroberung einzelner Provinzhauptstädte sei möglich oder wahrscheinlich. Auch das RMO kam am 15.06.2021 zu der Einschätzung, kurzfristig (3–6 Monate) würden Kabul, Jalalabad und Herat dem Druck der Taliban standhalten.

Hinweis: Diese RMO-Einschätzung war Teil mehrerer paralleler optimistischer Lagebilder im Frühjahr und Sommer 2021, neben dem BND-Sprechzettel ab-t2k3-021.
Thema: Lageeinschätzung Mai/Juni 2021 Akteure: Dr. Rohschürmann, RMO abschlussbericht\teil2-kap3-lageentwicklung.json