Deutsche Patronagepolitik: Berlin half Deutsch-Afghanen (Farhang, Spanta) auf Ministerposten
„Von Beginn an antizipierte die Bundesregierung, dass mächtige Klientelnetzwerke die Politik in Afghanistan bestimmen. So war Berlin daran …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Von Beginn an antizipierte die Bundesregierung, dass mächtige Klientelnetzwerke die Politik in Afghanistan bestimmen. So war Berlin daran interessiert, im afghanischen Kabinett Deutsch-Afghanen, die als deutschlandverbunden galten, auf Ministerposten zu heben. Prominent sind etwa Armin Farhang (Entwicklungsminister) und Rangin Dadfar Spanta (Außenminister). Dies stellte eine deutsche Patronagepolitik im Afghanistaneinsatz dar.“
Quelle: Gutachten BICC: Korruption in Afghanistan (Enquete-Kommission), S. 23 (Original, neues Fenster)
Die Bundesregierung antizipierte von Beginn an die Bedeutung von Klientelnetzwerken und versuchte ihrerseits, Deutsch-Afghanen (u.a. Armin Farhang als Entwicklungs- und Handelsminister, Rangin Dadfar Spanta als Außenminister) auf Ministerposten zu heben. Das BICC bezeichnet dies als „deutsche Patronagepolitik”. Farhang galt afghanischen Beobachtern als „nicht sonderlich kompetent” und „zunehmend korrupt”; in Afghanistan wurden Diaspora-Rückkehrer abwertend als „Katzen- oder Hundewäscher” bezeichnet.
Thema: Verantwortung & Konsequenzen
Akteure: Armin Farhang, Rangin Dadfar Spanta, Bundesregierung enquete_gutachten\bicc-korruption.json