Bridge the Gap.

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Mullah Fazl

In 1 Aussagen genannt.

Bewertung Frage 3 — Glaubwürdigkeit der Taliban-Versprechen S. 11–12

Mullah-Fazl-Rede 3/2020 + Mohib-Aussagen: Taliban sahen Doha als Kapitulationsverhandlung, nicht als Friedensprozess

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„Dies ergibt sich beispielsweise aus dem Umstand, dass die Taliban das Doha-Abkommen in ihrer frei online verfügbaren Propaganda regelmässig nicht als …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Dies ergibt sich beispielsweise aus dem Umstand, dass die Taliban das Doha-Abkommen in ihrer frei online verfügbaren Propaganda regelmässig nicht als Friedensvertrag, sondern als Vereinbarung zur „Beendung der Besatzung” Afghanistans bezeichneten. Dass die Taliban den Doha-Prozess als Verhandlung einer Kapitulation auffassten, zeigt sich sodann noch klarer in einer nicht für die Öffentlichkeit bestimmten Rede, die Taliban-Unterhändler Mullah Fazl im März 2020 … an Taliban-Kommandanten richtete. In dieser Ansprache sagte Fazl unter anderem: • dass „die Amerikaner sich vor die Füssen der Mudschahedin [sprich Taliban] geworfen und uns [die Taliban] um sicheres Geleit aus Afghanistan angefleht haben”; • dass die Taliban betreffend ihrer Forderungen keine Kompromisse machen würden; • dass der Taliban-Anführer das Staatsoberhaupt werde und es erneut ein Islamisches Emirate geben werde; und • dass die Taliban niemals ein Teil des republikanischen Systems werden würden, sprich niemals die Macht mit republikanischen Vertretern teilen würden. … [Hamdullah] Mohib sagt, dass die Taliban bereits während andauernden Verhandlungen zu ihm gesagt hätten, dass „Aussenminister in Schlangen warten, um sie [die Taliban] zu treffen” und „es nicht nötig ist, mit der afghanischen [republikanischen] Regierung zu sprechen.”“

Quelle: Ausschuss-Drs. 20(27)106, S. 11–12 (Original, neues Fenster)

Die Taliban hätten Doha intern als Kapitulationsverhandlung und „Beendung der Besatzung” verstanden; eine nicht-öffentliche Rede des Unterhändlers Mullah Fazl an Taliban-Kommandanten im März 2020 zeige dies klar: die Amerikaner hätten sich „vor die Füßen der Mudschahedin geworfen”, die Taliban würden keine Kompromisse machen, der Taliban-Anführer werde Staatsoberhaupt und Macht würde nie mit republikanischen Vertretern geteilt. Der frühere Sicherheitsberater Hamdullah Mohib bestätigte, dass Taliban schon 2019 sich als „wartende Regierung” gesehen hätten.

Thema: Taliban Akteure: Mullah Fazl, Hamdullah Mohib stellungnahmen\08-marty.json